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Rekordhoch

DAX auf Rekordkurs: Stehen wir vor einem neuen Börsenboom?

Mit 8.000 Punkten hat der DAX jetzt das höchste Niveau seit fünf Jahren erreicht. Bis zum Allzeithoch fehlen nur noch 150 Punkte oder knapp 2%. In den USA hat der maßgebliche Dow Jones das Rekordhoch schon geschafft. Stehen wir vor einem neuen Börsenboom?

Auf den ersten Blick ist an den Börsen alles in Ordnung. Die Kurse kennen seit Monaten fast nur eine Richtung: nach oben. Risiken wie die Euro-Krise spielen eine immer kleinere Rolle. Viele Investoren setzen derzeit aus Mangel an Alternativen auf Aktien.

Das kann noch längere Zeit gut gehen, weil die Notenbanken – ob nun die Europäische Zentralbank (EZB) bei uns und die Fed in den Vereinigten Staaten – genügend Liquidität zur Verfügung stellen. Doch in dieser Marktlage ist auch Vorsicht geboten.

Euro-Zone steckt in der Rezession

Die Warnsignale nehmen zu. Und damit sind die harten Wirtschaftsdaten gemeint: So steckt die Euro-Zone seit einigen Quartalen in der Rezession. Mit einem Minus von 0,3% ist das kein extremer Wert. Doch im Klartext heißt das doch: Die Wirtschaft der Euro-Zone wächst nicht.

Und die Wirtschaft in den Krisenländern schrumpft sogar noch deutlich stärker. Und das nicht nur in Griechenland oder Portugal. Auch in Italien und Spanien sieht es immer noch kritisch aus. Hinzu kommen die immer noch extrem hohen Arbeitslosenzahlen in der Euro-Zone.

In Spanien und Griechenland ist immer noch mehr als jeder Vierte arbeitslos. Bei der Jugendarbeitslosigkeit der unter 25-jährigen rangieren diese beiden Länder mit Werten von mehr als 50% auch an der Spitze in der Euro-Zone.

Hinzu kommen auch schwächere Aussichten aus einzelnen Branchen. Exemplarisch sei hier nur die Autobranche genannt. Für 2013 rechnet der europäische Branchenverband Acea mit einem weiteren Rückgang der Neuzulassungen. Schon 2012 war das schwächste Jahr in Europa seit 1995.

Aktien sind noch nicht teuer – trotz der hohen Kurse

Daran wird deutlich: Derzeit hat sich die Börse etwas von der Konjunktur abgekoppelt. Die große Frage ist nun: Wie lange kann das gutgehen? Das ist nur sehr schwer zu beantworten. Doch ein Blick zurück kann hier helfen. Schon zwei Mal war der DAX im Bereich um 8.000 Punkte.

Das erste Mal war es im März 2000 zum Höhepunkt der New Economy Blase. Das zweite Hoch erreichte der DAX im Sommer 2007 – dem Höhepunkt der US-Immobilienblase. Jetzt stellt sich die Lage ganz anders da. Aktien sind im langjährigen Vergleich noch nicht zu hoch bewertet.

Trotz der konjunkturellen Risiken kann es also noch etwas weiter nach oben gehen – auch wenn es als Investor schon schwerfällt bei Höchstkursen einzusteigen. Aber im Umkehrschluss heißt das auch: Alle Investoren sind jetzt im Gewinn und haben somit nur eine geringe Motivation rasch zu verkaufen. Auch das könnte den Markt noch weiter stützen.

(Heiko Böhmer)

(Heiko Böhmer)


 


 

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