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Protest

1300 Mitarbeiter der Deutschen Post demonstrieren gegen Lohnkürzung

(bo/ddp-hes). Rund 1300 Angestellte der Deutschen Post haben am Dienstag in Offenbach am Main gegen eine drohende Kürzung ihrer Bezüge demonstriert.

Im Anschluss an eine Betriebsversammlung der Briefniederlassung Frankfurt und Region skandierten sie nach Angaben der zuständigen ver.di-Gewerkschafterin Vera Witte: «Wir essen zwar Äpfel, lassen uns aber nicht veräppeln.» Wegen der Betriebsversammlung kam es im Rhein-Main-Gebiet am Dienstag zu Verzögerung bei der Postzustellung.

Die Beschäftigten glaubten nicht, dass das Unternehmen in einer wirtschaftlichen Notlage sei, die eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich und das Aussetzen der zweiten Lohnerhöhungsstufe rechtfertige, sagte Witte. Darüber hinaus plane der Vorstand der Deutschen Post, die Fremdvergabe bei der Paket- und Briefzustellung auszuweiten. «Der Arbeitgeber will die Beschäftigten erpressen», sagte Witte zur Nachrichtenagentur ddp. Den Angaben der Gewerkschaft zufolge darf das Unternehmen für das laufende Jahr mit einem Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro rechnen.

Nach Auskunft von Witte treffen sich die Unterhändler von Deutscher Post und ver.di am Mittwoch (14. Oktober) zu einer zweiten Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit. Die Beschäftigten wirkten durchaus bereit, im Zweifelsfall nach Ablauf der Friedenspflicht am 6. November in Warnstreiks zu treten, die sich in die Vorweihnachtszeit ziehen könnten, sagte Witte.

(Redaktion)


 


 

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