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Adoptionskosten nicht steuerlich absetzbar

(bo/ddp.djn). Adoptionskosten entstehen nicht zwangsläufig und sind daher grundsätzlich keine außergewöhnliche Belastung.

Das hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (AZ: 3 K 1841/06) entschieden. Dem klagenden Paar war der Abzug von 18 000 Euro Adoptionskosten als außergewöhnliche Belastung versagt worden. Argumentiert hatte das Paar mit den Wertvorstellungen, die in der heutigen Gesellschaft gelten. Kinderlosigkeit würde als sozialer Makel und als anstößig angesehen werden, was nicht zuletzt darin zum Ausdruck käme, dass Kinderlose einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen müssen - quasi als Ausgleich, weil sie nicht der Verpflichtung nachkämen, für neue Beitragszahler zu sorgen. Aber auch ungewollt Kinderlose würden dem gesellschaftlichen Makel der Kinderlosigkeit ausgesetzt sein, so die Kläger. Und dieser Zustand ließe sich nur durch eine Adoption beenden. Die Richter mochten sich dieser Argumentation nicht anschließen und erkannten die Kosten trotzdem nicht an.

(Redaktion)


 


 

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AZ: 3 K 1841/06
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