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Marktkommentar Aktien - Helaba

Aktienmärkte bleiben sehr angespannt

Die US-Börsen standen nach der feiertagsbedingten Unterbrechung am Montag gleich zu Beginn unter Druck. Neuerliche Schreckensmeldungen aus dem Finanzsektor und teils negative Vorgaben von anderen Märkten hatten dazu beigetragen. Da die von vielen Seiten erhoffte „Obama-Rally“ ausblieb, beschleunigte sich die Abwärtsbewegung im weiteren Verlauf.

Letztendlich verbuchte der Dow Jones einen Abschlag in Höhe von 4,0 %. Noch deutlicher fielen die Verluste bei den marktbreiten Indizes aus. So verlor der Russel 2000 mehr als 7,0 %. Dies legt die Vermutung nahe, dass einige der Blue Chips noch „Nachholpotenzial“ nach unten haben. Enttäuscht waren die Börsianer von der Antrittsrede Obama`s, da diese keine Hinweise enthielt, wie er die Wirtschafts-krise bekämpfen will. Bankaktien verloren erneut überdurchschnittlich.

So gaben die Papiere von Bank of America um 29 % ab, während es für die Citigroup (-20 %) und JP Morgan (-21 %) eben-falls deutlich nach unten ging. Um mehr als 50 % rutschen die Aktien von State Street ab. Uner-wartet hohe Verluste im Wertpapiergeschäft waren die Ursache. Um eine positive Nachricht zu finden muss man mittlerweile lange suchen. Bei IBM war dies der Fall. Das Unternehmen ver-meldete nach Börsenschluss einen unerwartet deutlichen Gewinnanstieg und blickt zudem zuver-sichtlich in die Zukunft. In Reaktion auf diese Meldung konnte der Dow Jones Future die Verluste (nachbörslich) ein wenig eindämmen. Heute stehen die Quartalsberichte von Apple, Abbott, Al-legheny, eBay, Northern Trust, US Bancorp und United Technologies auf der Agenda.

Die zu erwartenden Konjunktur- bzw. Hypothekendaten werden wohl kaum einen Markteinfluss haben. Der Dax musste gestern erneute Verluste hinnehmen. Die von vielen herbei geredete „Obama-Rally“ blieb somit aus. Zum Xetraschluss notierte der Deutsche Leitindex mit einem Abschlag von 1,77 % bei 4.239,85 Zählern. Metro konnte sich mit einem Kursgewinn von 7,87 % der Ab-wärtsspirale entziehen, während es für Infineon mit einem Abschlag von 11,04 % deutlich nach unten ging. Auch die Banken und die Deutsche Börsen waren unter den Verlierern zu finden.

Die Suche nach positiven Meldungen, welche dem Markt ein wenig auf die Sprünge helfen könnten, verlief erfolglos. Wie unter technischen Aspekten zu befürchten war, hat der Dax gestern seine wichtige Clusterzone im Bereich von 4.330 Punkten nach unten aufgelöst. Damit wurde ein weiteres Indiz dafür geliefert, dass die laufende Abwärtsbewegung weiter an Dynamik zunimmt. Entsprechend gilt es, den Blick nach unten, auf die kommenden Supportmarken zu richten. Zunächst sind die vergangenen Verlaufstiefs zu nennen. Diese finden sich bei 4.034 bzw. 4.014 Zählern.

Darüber hinaus lassen sich über sog. Projektionen die Unterstützungsmarken von 3.969, 3.844 und 3.721 Punkten definieren. Für den Eurostoxx 50 finden sich entsprechende Marken bei 2.116, 2.025, 1.936 und 1.849 Zählern. Angesichts der sehr angeschlagenen, technischen Verfassung der Märkte muss weiter die Definition gelten, Zwischenerholungen nicht als „Wende“ anzusehen, sondern vielmehr die Inves-titionsquote weiter zu reduzieren.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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