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Aktienmärkte in Asien im Rückwärtsgang: Dubai-Sorgen und starker Yen belasten

Der US-Aktienmarkt blieb aufgrund des Thanksgiving-Feiertages geschlossen. Der heutigen, sog. „black Friday“, wird von einem Großteil der Marktteilnehmer als Brückentag zum Shopping genutzt. Die heute vom Einzelhandel gewährten Rabatte sorgen dafür, dass dieser Tag zu den Umsatzstärksten des gesamten Jahres gehört. Entsprechend erhofft man sich Hinweise auf das Sentiment der Konsumenten im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Andererseits werden die heutigen Umsätze an den US-Börsen sehr gering ausfallen, nicht zuletzt auch deshalb, da die Börsensitzung um 3 Stunden verkürzt wird, also um 19.00 Uhr MEZ enden wird.

Konjunkturdaten werden nicht veröffentlicht, auch der Unternehmensdatenkalender ist leer. Der deutsche Aktienmarkt kannte gestern von Beginn an nur eine Richtung – nach unten. An diesem Bild hat sich auch bis zum Xetraschluss nichts mehr geändert, so dass der Dax mit einem Abschlag von 3,25 % bei 5.614,17 Punkten aus dem Handel ging. Die Verluste waren insbesondere der Angst geschuldet, dass sich die Finanzprobleme des Emirats Dubai weiter negativ auf die Aktienmärkte auswirken könnten.

Zur Erinnerung: Inmitten der großen „Lehman-Krise“ hatten vor allem Investoren aus Arabien größere Aktienpakete übernommen und damit für eine Unterstützung der angeschlagenen Unternehmen gesorgt. Im Umkehrschluss gerieten gestern vor allem Aktien unter Druck, an denen arabische Staaten beteiligt sind, wie z.B. Daimler, Porsche und VW.

Zudem wurden Bankaktien (u. a. Deutsche Bank und Commerzbank) nachhaltiger nach unten gedrückt, was auch auf charttechnische Gründe zurückzuführen ist. So wurde bei der CBK eine wichtige Stau- bzw. Supportzone auf Wochenbasis nach unten verlassen, was auch zu einem Verkaufssignal im trendfolgenden DMI führte. Sehr interessant stellt sich der aktuelle Wochenchart des M-DAX dar.

Zunächst gilt es, das sich abzeichnende „gravestone doji“ zu beachten. Diesem wird in der Regel eine sehr negative Indikation zugesprochen. Zudem fällt auf, dass zuletzt fallende Hochpunkte aufgetreten sind, was zumindest im kurzen Zeitfenster zur Vorsicht mahnt. Der trendfolgende DMI ist derzeit noch im „Longmodus“. Die beiden relevanten Linien (Diplus und Diminus) haben sich jedoch deutlich angenähert, so dass ein weiterer Kursrutsch zu einem Short-Signal im Indikator führen wird. Darüber hinaus gilt es, das sogenannte „Fibonacci-Cluster“ im Bereich von 7.097 / 7.004 Zählern als sehr wichtige Supportzone zu beachten.

Sollte diese Zone nachhaltig unterschritten werden, wäre weiteres Abwärtspotenzial von zunächst 500 Punkten vorhanden. Zusammenfassung: Der M-Dax ist angeschlagen, relevante Risikoparameter sollten angepasst werden, ein neues „Short-Szenario“ entsteht aber erst, wenn der oben genannte Cluster unterschritten wird. Durch das Fehlen der Wall- Street-Teilnehmer beschränken sich die Vorgaben für die heutige Handelseröffnung des Dax auf die asiatischen Märkte und auf den US-Dollar. Entsprechend ist mit einem leichteren Start zu rechnen.

(Redaktion)


 


 

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