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Marktkommentar Aktien - Helaba

Aktienmärkte geben deutlich nach, Dow und Nikkei fallen unter 10.000er Marke

Die US-Börsen mussten gestern deutliche Abschläge hinnehmen. Immer mehr machen sich Ängs-te breit, dass es im Zuge der Finanzkrise zu einer weltweiten Rezession kommen könnte. In der Folge fielen die führenden US-Indizes auf Mehrjahrestiefs, der S&P 500 notierte auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2003. Neuerlich in Aussicht gestellte Finanzhilfen durch die Fed konnten die Stimmung nicht aufhellen. Vielmehr half die Spekulation über ein „emergency meeting“ der G8 um eine gemeinschaftliche Zinssenkung zu beschließen, die Kursverluste etwas einzudämmen.

Die immer mehr aufkommenden Wachstumssorgen bewirkten, dass der CRB-Index um 5,2 % nachgab, der Ölpreis notierte um 5 % tiefer. Der US-Volatilitätsindex VIX erreichte einen histori-schen Höchststand. Angesichts der schlechten Stimmung wird über die Fed Fund-Futures eine 52 %tige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in Höhe von 75 Basispunkten am 29. Oktober eingepreist. In den USA steht heute die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls vom 16. September zur Veröffentlichung an. Angesichts der jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärk-ten ist davon auszugehen, dass das Protokoll keine neuen Informationen über die künftige Ent-wicklung der Geldpolitik enthalten wird. Unter diesem Aspekt wird der Markteinfluss eher gering ausfallen. Nach Börsenschluss werden die Quartalszahlen von Alcoa vorgelegt. Insbesondere der Ausblick des Unternehmens wird von Interesse sein. Das technische Bild des Dow ist weiterhin deutlich angeschlagen. Die Chancen für eine kurzfristige, technische Gegenbewegung sollten jedoch recht gut sein.

Der deutsche Aktienmarkt musste am Montag deutliche Verluste hinnehmen. Der Dax verlor 7,1 % auf 5.387 Zähler. Noch deutlicher gaben M- und Tecdax (- 8,66 bzw. 11,27 %) nach. Es wird deutlich, dass das Vertrauen der Anleger, nicht zuletzt durch die Krise bei der Hypo Real Estate, sehr stark angekratzt ist. Der von der Bundesregierung geplante „Schutzschirm für alle Banken“ konnte daran nur wenig ändern. Die Dax-Verliererliste wurde von der Hypo Real Estate mit einem Abschlag von 37,42 % angeführt. Überdurchschnittlich gaben auch die Aktien von SAP, Commerzbank, Daimler und Continental nach. Auch Aareal wurde stand auf den Verkaufszetteln ganz oben, das Papier verlor 21,89 %. Nicht verwunderlich ist die Tatsache, dass Reihenweise neue Jahrestiefststände erreicht wurden.

Zu nennen sind insbesondere Deutsche Bank, MAN, ThyssenKrupp, Daimler, BMW, Siemens, Dt. Post, Metro, Linde und Conti. Heute werden die Zahlen zum deutschen Auftragsein-gang veröffentlicht. Durch das Zahlenwerk wird sich vermutlich zeigen, dass die Finanzkrise, negative realwirtschaftliche Auswirkungen hat. Der zuletzt schlechte ifo-Geschäftsklima-index untermauert diese These. Das langfristige, technische Bild des Dax (siehe Grafik) verdeutlicht, wie prekär die Situation mittlerweile ist. Bedingt durch das Reihenweise unterschreiten wichtiger Haltemarken, müssen die Kurszielprognosen immer weiter nach unten verlagert werden. Die nächsten Supports finden sich bei 5.329, 5.234, 5.184 und 5.041 Zählern für den Dax.

Foto: www.pixelio.de

(rheinmain)


 


 

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