Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Finanzen Aktien & Fonds
Weitere Artikel
Marktkommentar Aktien- Helaba

Aktienmärkte weiter sehr volatil - Spekulationen um Lehman Brothers reißen nicht ab

Die US-Börsen starteten mit einer schwächeren Note in den Donnerstagshandel. Ein deutlicher Kursabschlag bei den Aktien von Lehman Brothers und schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten und ein größeres Handelsdefizit drückten zunächst auf die Stimmung. Die weitere Sitzung wurde maßgeblich von den Spekulationen um die angeschlagene Bank Lehman Brothers, aber auch Washington Mutual geprägt.

Das Tagestief des Dow wurde bei 11.098 Zählern markiert. In einem Bericht des Wall Street Journal hieß es, dass möglicherweise die Bank of America als Kaufinteressent für Lehman auftreten könnte. In der Folge wurde ein sehr deutlicher Short-Squeeze vollzogen, welcher die führenden Indizes im Plus schließen ließ. Heute stehen einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Zu nennen sind insbesondere die Erzeugerpreise und die Einzelhandelsumsätze sind zu nennen. Darüber hinaus wird der Michigan Sentiment-Index bekannt gegeben. Unserer Einschätzung nach, könnten die Konsensusschätzungen für die Erzeugerpreise deutlich unterschritten werden. Für die Einzelhandelsumsätze fallen die Vorgaben gemischt aus. Auch hier halten wir die Schätzungen für zu optimistisch.

Beim Michigan- Sentiment könnte es zu einer leichten Verbesserung gekommen sein. Das technische Bild des Dow bleibt trotz der späten Kursgewinne weiter angeschlagen. Insbesondere die Tatsache, dass intraday die wichtige Unterstützungsmarke von 11.220 Zählern phasenweise deutlich unterschritten wurde, untermauert diesen Eindruck. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die kurzfristige Erholung weiter fortsetzt. Sehr beachtenswert ist die Widerstandsmarke von 11.464 Punkten. Sollte es gelingen, dieses Level zu überwinden, wäre der Bereich um 11.650 Punkte das nächste Kursziel.

Auch gestern war der Daxhandel von großer Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Finanzkrise und deren Auswirkungen geprägt.
Schlussendlich ging der Dax mit einem Abschlag von 0,5 % bei 6.178 Zählern aus dem Handel. Im Fokus stand die Aussicht über einen Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank, dennoch verloren letztgenannte gestern 1,68 %. Mittlerweile ist klar dass die Übernahme vollzogen wird.
Zunächst bezahlt die Deutsche Bank für einen Anteil von 29,75 % an der Postbank rund 2,7 – 2,8 Mrd. € was in etwa einem Preis von 57,0 € entsprechen würde. In den nächsten 12-35 Monaten soll der Rest des von der Dt. Post gehaltenen Anteils ( 50 % plus eine Aktie) übernommen werden. Weitere Details werden sicherlich auf dem für 14:00 Uhr anberaumten Pressegespräch der Dt. Post bekannt gegeben werden. Auch gestern wurden wieder reihenweise neue Jahrestiefs erreicht. Man, E.ON und BASF waren erneut dabei. Unter den in Deutschland gehandelten Aktien erreichten insgesamt 10 Werte (inkl. ETF) neue Hoch´s, während 63 auf neuen Tiefstständen notierten. Das Verhältnis von Verlierern zu Gewinnern lag fiel mehr als doppelt so hoch aus. Gestützt von Kursgewinnen bei Solarwerten, gelang es dem Tecdax, eine outperformance zu vollziehen. Angesichts der positiven Vorgaben aus Übersee wird der Dax heute mit Kursgewinnen in den Handel starten.

Quelle: Christian SchmidtHelaba FloorResearch

(rheinmain)


 


 

Aktien
Aktienhandel
Börse
Deutsche Börse
Börse Frankfurt
Frankfurt

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Aktien" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: