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Börse, 27. November Abendzusammenfassung

Aktienmarkt schließt fester - Erholung vom Dubai-Absturz

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag die Handelswoche nach den drastischen Verlusten des Vortages deutlich im Plus beendet.

Der Leitindex DAX gewann 1,3 Prozent auf 5686 Punkte. Der MDAX notierte 1,8 Prozent fester bei 7188 Zählern und der TecDAX kletterte ebenso um 1,8 Prozent auf 782 Punkte.

Damit hat der deutsche Aktienmarkt fast die Hälfte seiner Vortagsverluste wettmachen können. Von Analysten habe es zahlreiche Stimmen gegeben, die den Kursverfall als Reaktion auf eine Schulden-Umstrukturierung in Dubai für übertrieben hielten. Plausibler sei, dass wegen des Beginns religiöser Feiertage in den Vereinigten Arabischen Emiraten viele Marktakteure dort am Vortag nicht aktiv gewesen seien.

 In New York hat die Wall Street am Freitag schwächer begonnen. Wegen des Feiertags «Thanksgiving» am Vortag erreichte der Schock über die Bitte des Dubaier Investmentvehikels um ein Schuldenmoratorium die US-Märkte einen Tag später als die europäischen Börsen, hieß es. In der Folge sank der Dow-Jones-Index bis 18.05 Uhr um 1,3 Prozent auf 10 329 Punkte. Der technologielastigere Nasdaq Composite büßte 1,2 Prozent auf 2150 Zähler ein. Im Verlauf der Sitzung könnten die Zahlungsprobleme von Dubai World aber bereits differenzierter betrachtet werden, meinten Händler.

Der Euro notierte am Abend weiter fester bei 1,4968 Dollar. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung noch deutlich unter der Marke von 1,49 Dollar gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,4918 Dollar festgestellt. Es mehrten sich die Stimmen von Analysten internationaler Banken, die die Kursschwäche vom Vortag als Kaufgelegenheit betrachten. Eine Schuldenrestrukturierung von Dubai World stelle kein Systemrisiko dar - die Kollateralschäden dürften begrenzt sein. Die drastische Marktreaktion sei vor allem auf ein Informationsdefizit und die starke Erholung der Kreditmärkte im Jahresverlauf zurückzuführen, hieß es, hieß es von Devisenexperten.

Im DAX waren allen voran Volkswagen gesucht. Die Papiere des Autobauers kletterten um 6,4 Prozent auf 86,16 Euro. Händler nannten kräftige Eindeckungen von Leerverkäufen als Grund. Infineon zogen um 4,7 Prozent auf 3,22 Euro an. Händler sprachen von einer technischen Gegenbewegung der Aktie auf die hohen Kursverluste der vergangenen Tage. BMW stiegen um 3,1 Prozent auf 32,28 Euro. Auf den Verkaufslisten standen dagegen K+S mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 40,78 Euro. Zuvor hatte es eine Kurszielsenkung gegeben. Beiersdorf, MAN und Bayer als die drei weiteren Verlierer büßten jeweils weniger als ein Prozent ein.

In der zweiten Reihe stiegen BayWa um 5,9 Prozent auf 24,84 Euro. Wincor verbesserten sich um 5,7 Prozent auf 47,98 Euro. IVG Immobilien legten 4,3 Prozent auf 6,51 Euro zu. Die vier Verlierer wurden von Hochtief angeführt, die sich um 1,4 Prozent auf 52,59 Euro ermäßigten. TUI büßten 0,8 Prozent auf 5,16 Euro ein.

 Im TecDAX waren allen voran Roth + Rau gesucht, die sich um 8,2 Prozent auf 27,11 Euro verteuerten. Drillisch gewannen 4,3 Prozent auf 5,12 Euro. Aixtron kletterten 3,9 Prozent auf 23,77 Euro. Am anderen Ende verloren Smartrac 3,5 Prozent auf 16,08 Euro. Medigene sanken 2,4 Prozent auf 3,69 Euro.

(Redaktion)


 


 

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