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Marktkommentar Aktien Helaba

Aktienmärkte in Asien tendieren schwächer

Die US-Börsen haben im Anschluss an die FOMC-Sitzung uneinheitlich geschlossen. Während der Dow Jones Index um 0,3 % auf 9802 Zähler und der breiter gefasste S&P500 um 0,1 % auf 1046 Punkte zulegte, gab die US-Technologiebörse Nasdaq um 0,1 % auf 2055 Punkte nach. Im Vorfeld der Fed-Sitzung ging es mit den meisten Titeln zunächst bergauf.

Dafür verantwortlich waren zuversichtliche Prognosen des Autoherstellers Nissan, eine Erholung von Bankaktien sowie ein an Wert nachgebender US-Dollar. Die US-Notenbank ließ den Leitzinskorridor erwartungsgemäß bei 0 bis 0,25 %, konstatierte aber im begleitenden Statement die verbesserte Konjunkturlage. Damit verbunden wurde allerdings auf den gedämpften Inflationsdruck verwiesen. Zinserhöhungserwartungen sollten damit im Zaum gehalten werden, genauso wie mit der Aussage, dass das Zinsniveau für eine längere Periode niedrig gehalten werde.

Von konjunktureller Seite stehen heute keine wichtigen Veröffentlichungen auf dem Programm. Zu erwähnen ist allenfalls die Produktivität, die zyklisch bedingt ansteigen und dafür sorgen dürfte, dass der Kostendruck reduziert wird. Damit bleiben inflationäre Sorgen gedämpft. Spannend wird es erst am Freitag mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht. Der Rückgang der Beschäftigungskomponente des ISMServiceindexes und der ADP-Bericht (-203 Tsd.) lassen die Erwartung eines Stellenabbaus von rund 200 Tsd. realistisch erscheinen.

Der deutsche Leitindex hat sich gestern befestigt. Der DAX legte 1,7 % auf 5444 Punkte zu. Damit wurde der Vortagesverlust weitgehend wettgemacht. Der Stoxx50 konnte 1,3 % auf 2420 Punkte zulegen. Im Mittelpunkt des heutigen Tages stehen die Notenbanksitzungen in Großbritannien und in der Eurozone. Veränderungen der Leitzinssätze sind dabei aber unwahrscheinlich. Mit Blick auf die außergewöhnlichen, mengenmäßigen Lockerungen ist jedoch insbesondere die Sitzung der BoE von Interesse. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht von einer Ausweitung des britischen Anleihekaufprogramms aus. Die Konsensschätzung liegt bei 200 bis 225 Mrd. GBP. Dies wäre eine Ausweitung um 25 bis 50 Mrd. GBP. Äußerungen von BoE-Vertretern waren diesbezüglich nicht eindeutig. Wir halten eine Ausweitung um 25 Mrd.

GBP für wahrscheinlich und zudem könnte eine stärkere Fokussierung auf Anleihen des privaten Sektors geschehen. Die EZB dürfte dagegen keinerlei Veränderungen an ihrem Covered-Bond-Programm vornehmen. Wichtig werden hier die Einlassungen EZB-Chef Trichets sein, die auf der Pressekonferenz folgen. Wir bezweifeln aber, dass der EZB-Präsident eindeutige Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik gibt. Auch in Bezug auf den nächsten Langfristtender der EZB rechnen wir nicht mit klaren Aussagen. Auf Interesse stoßen heute auch Quartalszahlen einiger DAX-Schwergewichte. Die Deutsche Telekom, Deutsche Postbank, Deutsche Börse, die Deutsche Post sowie die Commerzbank und die Münchener Rück ziehen Quartalsbilanz.

Insgesamt dürfte es am Aktienmarkt zunächst zu Gewinnmitnahmen kommen. Einerseits haben die asiatischen Börsen überwiegend Verluste eingefahren, andererseits ist es enttäuschend, dass die US-Aktienmärkte keine Gewinne mehr aus der Fed-Aussage ziehen konnten, wonach der Leitzins noch für einen längeren Zeitraum außergewöhnlich niedrig bleibt.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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