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Börse, 8. Oktober

Aktienmarkt gibt weiter nach - Sehr schwache Vorgaben

(bo/ddp.djn). Die Finanzmarktkrise und die Angst vor ihren Folgen haben den deutschen Aktienmarkt weiter fest im Griff. Vor dem Hintergrund schwacher Vorgaben aus den USA und Asien fiel der DAX am Mittwoch zum Handelsbeginn um 3,3 Prozent auf 5158 Punkte. Der MDAX gab 3,2 Prozent auf 5784 Zähler nach, und der TecDAX sank um 3,6 Prozent auf 552 Punkte.

Händler hielten es am Morgen für möglich, dass sich der DAX im
Laufe des Tages angesichts der schwachen Vorgaben der
5000-Punkte-Marke nähern könnte. In Japan befand sich der
Nikkei-Index am Mittwoch im freien Fall, er rutschte um mehr als neun
Prozent auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren ab. Neue Hoffnung
setzen die Händler auf Details zum Rettungspaket der britischen
Regierung für den Bankensektor in Großbritannien.

Die New Yorker Wall Street hatte am Dienstag trotz der Aussicht
auf eine Zinssenkung sehr schwach geschlossen. Der Dow-Jones-Index
fiel um 5,1 Prozent beziehungsweise 508 Punkte auf 9447 Punkte und
damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003. Der Nasdaq
Composite büßte 5,8 Prozent auf 1755 Zähler ein. Der Markt war mit
Kursgewinnen in den Handel gestartet, nachdem die US-Notenbank
finanzielle Unterstützung für Unternehmen angekündigt hatte.
Allerdings ließ die Begeisterung über diese Maßnahme rasch nach, als
den Anlegern klar wurde, dass es einige Zeit dauern wird, bis die
Hilfe der Fed Wirkung zeigt.

Der Euro legte am Morgen auf 1,3641 Dollar zu. Die Europäische
Zentralbank hatte am Dienstag einen Referenzkurs von 1,3632 Dollar
festgelegt. Wegen der Finanzkrise erwarten Devisenhändler weitere
Maßnahmen der Notenbanken. Nach Australien am Dienstag nahm nun auch
Hongkong die Leitzinsen zurück. Nun richteten sich die Augen auf die
Bank of England, die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank,
sagte ein Händler.

Im Leitindex DAX standen Daimler am stärksten unter Druck. Die
Aktie verlor 8,4 Prozent auf 25,10 Euro. Hypo Real Estate gaben 6,9
Prozent auf 4,18 Euro nach. Mit deutlichen Verlusten starteten auch
Allianz, Deutsche Bank, Postbank und BMW. Wie am Vortag waren zum
Handelsstart Volkswagen gesucht. Die Aktie verteuerte sich um 5,8
Prozent auf 302,05 Euro. Daneben legten nur noch Continental zu.

In der zweiten Reihe fielen Premiere um 13,9 Prozent auf 2,30
Euro. Aareal Bank und Bauer gaben jeweils rund 12 Prozent auf 5,9
beziehungsweise 25,66 Euro nach. Einziger Wert im Plus waren AMB
Generali, die weniger als 0,1 Prozent auf 93,04 Euro zulegten.

Im TecDAX standen erneut die Solarwerte unter Druck. Angeführt
wurden die Verlierer von SMA Solar, die 16,0 Prozent auf 43,25 Euro
verloren. Solon, Q-Cells und Solarworld gaben um mehr als 14 Prozent
nach. Ins Plus schaffte es am Morgen keiner der 30 Werte.

(rheinmain)


 


 

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