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Börse, 26. November

Aktienmarkt startet schwächer

(bo/dapd). Der deutsche Aktienmarkt ist mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Leitindex DAX verlor am Freitag bis 9.15 Uhr 0,4 Prozent auf 6.849 Punkte und gab damit die Gewinne des Vortages zur Hälfte wieder ab.

Der MDAX gab 0,5 Prozent auf 9.437 Zähler nach, und der TecDAX büßte 0,5 Prozent auf 785 Punkte ein. "Nach den doch überraschenden Kursgewinnen von gestern überwiegt wegen des schwachen Euro die Zurückhaltung", sagte ein Händler. Vorgaben aus den USA fehlten, da dort wegen des "Thanksgiving"-Feiertags am Donnerstag kein Handel stattgefunden hatte. Auch im Laufe des Tages dürften die Impulse aus den USA eher spärlich ausfallen, da dort am sogenannten Black Friday nur ein verkürzter und vermutlich auch stark ausgedünnter Handel stattfindet.

Der Euro gab am Freitagmorgen zu Beginn des europäisch geprägten Handels deutlich nach und rutschte unter die Marke von 1,33 Dollar. Händler verwiesen auf Spekulationen, wonach die Mittel des Euro-Rettungsschirms zur Neige gehen könnten, sollten weitere EU-Wackelkandidaten wie Portugal oder Spanien Hilfe benötigen. Gegen 9.10 Uhr wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,3272 Euro gehandelt. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) dringen Europäische Zentralbank ( EZB ) und eine Mehrheit der Euro-Länder darauf, dass nach Irland auch Portugal unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen soll. Die Europäer wollten dadurch Spanien vor einer Rettungsaktion bewahren. "Wenn Portugal den Schirm nutzen würde, wäre das für Spanien gut, weil das Land in Portugal stark engagiert ist", hieß es laut Zeitung im Bundesfinanzministerium. Die portugiesische Regierung stemme sich aber bislang dagegen, einen Hilfsantrag zu stellen. Am Donnerstag hatte die EZB noch einen Referenzkurs von 1,3321 Dollar festgestellt.

Im DAX waren BMW schwächster Wert. Die Aktien verloren 1,0 Prozent auf 59,29 Euro. BASF und Deutsche Bank gaben jeweils 0,8 Prozent auf 58,66 beziehungsweise 38,60 Euro nach. Die Gewinner wurden von Merck angeführt. Die Aktien verteuerten sich um 0,8 Prozent auf 58,00 Euro. Infineon und E.ON legten jeweils 0,4 Prozent auf 6,78 beziehungsweise 22,81 Euro zu.

Im MDAX verloren Puma 2,4 Prozent auf 231,35 Euro. Symrise und Wacker Chemie büßten jeweils rund zwei Prozent ein. Gegen den Trend stiegen Sky Deutschland um 3,4 Prozent auf 1,57 Euro. Das Unternehmen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Steven Tomsic neuer Chief Financial Officer wird. Tomsic ist derzeit Director Corporate Finance and Planning für Europa und Asien bei News Corp in London und Mitglied des Aufsichtsrates von Sky Deutschland. Gesucht waren auch Rhön-Klinikum und Vossloh.

Bei den Technologiewerten stiegen Conergy um 12,5 Prozent auf 0,44 Euro. Laut "Financial Times Deutschland" steht bei dem Unternehmen eine Wandlung von Schulden in Eigenkapital an. Morphosys zogen um 3,4 Prozent auf 16,55 Euro an. Schwächster Wert waren Nordex mit einem Minus von 2,7 Prozent auf 4,87 Euro. Leicht unter Druck standen freenet und Pfeiffer Vacuum.

(dapd )


 


 

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