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Börse, 20. Januar

Aktienmarkt schließt im Minus

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 1,8 Prozent auf 4239 Punkte. Der MDAX ging 1,7 Prozent auf 4913 Punkte nach unten und der TecDAX 0,8 Prozent auf 464 Zähler. Händler verwiesen auf die schwachen Vorgaben der US-Banken, wo vielfach zweistellige prozentuale Verluste zu Buche schlugen. Auf der anderen Seite werde die Stimmung von der neuen Konjunkturumfrage des ZEW in Deutschland etwas gestützt. Demnach ist die Lage etwas schlechter, die Zukunftserwartungen sehen aber deutlich besser aus als prognostiziert.

Sehr schwach tendierten die Wall-Street-Indizes am Dienstag im Verlauf. Im Handel schwand die Hoffnung, dass die Amtseinführung von Barack Obama zumindest kurzfristig einen positiven Impuls senden würde. Bis 17.45 Uhr MEZ verlor der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 1,7 Prozent auf 8144 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index fiel 2,7 Prozent auf 1499 Zähler.

Der Euro notierte am Abend weiter unter der Marke von 1,30 Dollar. Gegen 17.40 Uhr wurde er für 1,2931 Dollar gehandelt. Vor allem die extremen Probleme bei den britischen Banken sorgten für Verkaufsdruck beim Pfund und beim Euro gegen Dollar und Yen, sagten Devisenhändler. Die Europäische Zentralbank hatte am Dienstagnachmittag einen Referenzkurs von 1,2930 Dollar festgelegt.

Im DAX standen vor allem Infineon unter Druck. Die Papiere büßten 11,0 Prozent auf 0,73 Euro ein. Quartalszahlen von US-Technologie-Unternehmen hätten zuletzt bereits klar gemacht, dass die Nachfrage der Unternehmen nach IT in den kommenden Quartalen stark rückläufig sein dürfte und die IT-Anbieter Abstriche bei ihren Zielen machen müssten, hieß es am Markt. Deutsche Börse gaben 6,9 Prozent auf 40,75 Euro nach. Die Papiere reagierten damit auf die anhaltend mäßigen Börsenumsätze. Commerzbank verloren 6,4 Prozent auf 2,90 Euro. Auf der anderen Seite stiegen Metro um 7,9 Prozent auf 26,31 Euro. Händler verwiesen auf ein «Effizienzprogramm», das bis 2012 insgesamt 1,5 Milliarden Euro zum Ergebnis beitragen soll. Deutsche Telekom legten um 1,7 Prozent auf 10,40 Euro zu.

In der zweiten Reihe verloren Wincor Nixdorf 11,3 Prozent auf 32,41 Euro und gaben damit die Gewinne vom Vortag vollständig wieder ab. Hier spiegelt sich Händlern zufolge auch der Dividendenabschlag von 2,13 Euro je Aktien wider, ohne den die Papiere wenig verändert im Markt lägen. Praktiker verbilligten sich um 11,3 Prozent. Dagegen stiegen Hannover Rück um 3,8 Prozent auf 23,86 Euro. MTU legten 3,2 Prozent auf 19,43 Euro zu.

Im TecDAX fielen vor allem QSC, die sich um 7,3 Prozent auf 1,02 Euro reduzierten. Q-Cells verloren 7,1 Prozent auf 19,09 Euro. Auf der anderen Seite erhöhten sich Repower Systems um 6,9 Prozent 108 Euro. Qiagen gewannen 4,1 Prozent auf 13,75 Euro.

(Redaktion)


 


 

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