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Börse, 13 November 2008

Aktienmarkt schließt nach Achterbahnfahrt deutlich im Minus

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch von Rezessionssorgen belastet seine Gewinne vom Morgen vollständig abgegeben und ist nach einem volatilen Handel deutlich ins Minus gedreht. Bis zum Handelsschluss büßte der DAX 3,0 Prozent auf 4620 Punkte ein. Das Tageshoch erreichte der Leitindex bei 4875 Punkten, das Tief lag bei 4555 Zählern. Der MDAX verlor 2,8 Prozent auf 5345 Zähler. Der TecDAX ermäßigte sich kräftig um 5,6 Prozent auf 496 Punkte.

Auch in New York bestimmt zu Handelsbeginn die Furcht vor einer schweren Rezession den Verlauf. Der Dow-Jones-Index fiel bis 18.10 Uhr um 3,17 Prozent auf 8425 Punkte. Auch der technologiebasierte Nasdaq-Composite gab deutlich um 3,0 Prozent auf 1533 Zähler nach. Finanzminister Henry Paulson hatte zuvor eine Abkehr vom ursprünglichen Rettungsplan für die angeschlagenen US-Geschäftsbanken signalisiert. Der Kauf von illiquiden Hypothekenpapieren sei nicht die beste Lösung, sagte er. Das US-Schatzamt suche stattdessen Wege, mit Hilfe des Rettungsprogramms privates Kapital zu mobilisieren und auf diese Weise den Sektor zu stabilisieren.

Der Euro notierte am Abend unverändert bei 1,2530 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag denselben Referenzkurs festgestellt hatte. Hauptimpulsgeber am Berichtstag seien die Aktienmärkte, sagten Händler. Nachdem es vorbörslich noch nach einer kräftigeren Erholung in Europa ausgesehen hätte, seien die Kursgewinne aber wieder zusammengeschmolzen, was sich negativ auf den Euro ausgewirkt habe.

Stärkster Verlierer im Dax waren am Mittwoch die Finanztitel. Hypo Real Estate brachen nach der Veröffentlichung starker Quartalsverluste um 11,7 Prozent auf 3,46 Euro ein. Commerzbank gaben ebenfalls kräftig 9,5 Prozent auf 6,65 Euro nach. Auch Infineon, Allianz und Deutsche Bank verloren deutlich. Auf der  anderen Seite legten Deutsche Börse um 1,9 Prozent auf 59,63 Euro zu. Auch
Continental und Lufthansa verbuchten Gewinne.

Im MDAX büßten allen voran Arcandor ein. Die Papiere verloren 10,2 Prozent auf 1,68 Euro. Demag Cranes AG mussten Abschläge von 10,0 Prozent auf 14,34 Euro hinnehmen. ProSiebenSat.1 stiegen um 7,6 Prozent auf 1,83 Euro und waren damit mit Abstand stärkster Wert. Hannover Rück legten 3,8 Prozent auf 17,59 Euro zu. Auch EADS und Vossloh waren gefragt.

Im TecDAX verloren Solon nach der Vorlage von Quartalszahlen 18,3 Prozent auf 19,74 Euro. Auf der anderen Seite legten einzig Morphosys zu. Die Aktien gewannen 0,3 Prozent auf 48,63 Euro.

(Redaktion)


 


 

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