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Börse, 19. Januar

Aktienmarkt schließt schwach

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach freundlichem Start schwach geschlossen. Händler machten neue «katastrophale» Nachrichten aus dem Bankensektor für die schlechte Stimmung verantwortlich. Der Leitindex DAX, der am Nachmittag bis auf 4250 Punkte abgerutscht war, verlor 1,2 Prozent auf 4316 Zähler. Der MDAX gab 1,6 Prozent auf 5000 Punkte nach, und der TecDAX fiel um 0,7 Prozent auf 468 Punkte.

Ein Händler sagte, die Nachricht, dass sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Dienstag mit französischen Bankenchefs trifft, schüre erneut Spekulationen um eine Teilverstaatlichung auch französischer Finanzhäuser und belaste die Aktienkurse stark. Mit den Quartalszahlen von Microsoft, General Electric und IBM stünden zudem die nächsten «potenziellen Negativüberraschungen» bereits auf der Agenda.

Der Euro fiel am Nachmittag deutlich zurück und notierte gegen 18.00 Uhr MEZ bei 1,3150 Dollar. Händler führten dies auf die schwache Entwicklung der europäischen Aktien zurück. Vor allem die extremen Probleme der britischen Banken sorgten für Verkaufsdruck. «Angesichts der neuen Hiobsbotschaften aus einigen Kreditinstituten zweifeln die Anleger offenbar immer stärker an der Nachhaltigkeit der jüngsten Kursgewinne an den Börsen und verringern ihre Risikoneigung», sagte Eugen Keller, Devisenanalyst beim Bankhaus Metzler. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,3182 Dollar festgelegt.

Im DAX führten Postbank die Verlierer mit einem Minus von 13,3 Prozent auf 7,50 Euro an. Deutsche Bank verloren 10,6 Prozent auf 17,90 Euro. BASF gaben 4,5 Prozent auf 22,68 Euro nach. Das Unternehmen hatte am Nachmittag wegen einer schwachen Geschäftsentwicklung Kurzarbeit angekündigt. Dagegen stiegen Infineon nach hohen Kursverlusten am Freitag um 15,6 Prozent auf 0,81 Euro. Kursgewinne von rund drei Prozent verzeichneten Merck und Fresenius. In der zweiten Reihe fielen Aareal Bank um 24,3 Prozent auf 3,81 Euro. Arcandor verloren 12,6 Prozent auf 1,88 Euro. Heidelberger Druck gaben 9,3 Prozent auf 3,92 Euro nach. Dagegen stiegen Wincor Nixdorf um 8,7 Prozent auf 36,52 Euro. Vor Handelsbeginn hatte das Unternehmen mit guten Quartalszahlen die Analysten zufriedengestellt.

Im TecDAX lag der Focus am Montag auf Manz Automation und Roth & Rau. Die Unternehmen wollen bei der Herstellung schlüsselfertiger Anlagen für die Produktion von Solarzellen kooperieren. Nach deutlichen Gewinnen im Tagesverlauf lagen beide Aktien zum Handelsschluss nur noch leicht im Plus. Tagesgewinner waren Jenoptik mit Aufschlägen von 3,7 Prozent auf 5,83 Euro. Dagegen verloren Singulus 9,2 Prozent auf 2,57 Euro.

(Redaktion)


 


 

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