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Börse, 27. Oktober 2008

Aktienmarkt setzt Talfahrt fort - DAX fällt um fünf Prozent

(bo/ddp.djn). Nach massiven Verlusten in der Vorwoche hat der deutsche Aktienhandel seine Talfahrt am Montag fortgesetzt. Bis 9.15 Uhr sackte der Leitindex DAX um 5,0 Prozent auf 4082 Punkte. Der MDAX gab um 4,3 Prozent auf 4839 Zähler nach. Der TecDax fiel um 4,6 Prozent auf 456 Punkte.

Ein Grund für den erneuten Einbruch waren die wiederholt schlechten Vorgaben aus Asien. In Tokio rauschte der Nikkei-225-Index um 6,4 Prozent auf 7163 Punkten in die Tiefe und schloss auf einem neuen historischen Niedrigstand. Vor 26 Jahren, im Oktober 1982, notierte der Index letztmals so schwach. Enntäuscht wurden die Händler vor allem in ihrer Erwartung auf staatliche Konjunkturhilfen. Auch Hongkong notierte äußerst schwach.

An der New Yorker Wall Street war am Freitag die Börse ebenfalls mit Abschlägen ins Wochenende gegangen. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 3,6 Prozent bei 8379 Punkten. Der Nasdaq Composite rutschte um 3,2 Prozent auf 1552 Zähler ab. Seit Monatsbeginn hat der Dow Jones damit bereits knapp ein Viertel an Wert verloren.

Stabilität erhoffen sich deutsche Händler von möglichen Zinssenkungen und Refinanzierungen. Neue Impulse könnten zudem vom ifo-Geschäftsklimaindex ausgehen. «Prognosen sind in diesem Umfeld schwierig», so ein Marktteilnehmer.

Der Euro notierte am Morgen mit 1,2446 Dollar erneut schwächer. Die Europäische Zentralbank hatte am Freitag einen Referenzkurs von
1,2596 Dollar festgestellt.

Im DAX begannen bis auf Volkswagen alle Werte im Minus. Größter
Verlierer waren Deutsche Post , die nach einer Gewinnwarnung 17,5
Prozent auf 7,98 Euro einbüßten. Die Tochter Deutsche Postbank gaben
14,7 Prozent ab, nachdem das Unternehmen einen dreistelligen
Millionenverlust bekanntgegeben hat. Deutsche Bank und Allianz
verloren ebenfalls zweistellig. Im Rausch befanden sich am Morgen
hingegen Volkswagen. Die Papiere wurden mit einem Plus von 68 Prozent
bei 355 Euro gehandelt. Ein Grund für den satten Aufschlag ist eine
Porsche- Mitteilung vom Wochenende, wonach der Sportwagenbauer
bereits mehr als 42 Prozent der VW-Aktien halte und Zugriff auf
weitere 31 Prozent habe.

In der zweiten Reihe fielen Norddeutsche Affinerie um 10,0 Prozent
auf 21,99 Euro. Kuka waren mit einem Minus von 9,7 Prozent auf 12,28
Euro zweitgrößter Verlierer. Die geringsten Verluste mussten AMB
Generali hinnehmen. Die Papiere gaben 0,4 Prozent auf 879,13 Euro
nach.

Im TecDAX führten Repower Systems die Liste der Verlierer an. Die
Aktien büßten 13,3 Prozent auf 68,67 Euro deutlich ein. Auch Roth +
Bau und Nordex gaben kräftig nach. Dagegen legten Draegerwerk als
Einzige zu und verbuchten ein Plus von 1,8 Prozent auf 27,31 Euro.

(rheinmain)


 


 

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