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Börse, 15. September

Aktienmarkt startet deutlich schwächer - US-Finanzkrise belastet

(bo/ddp.djn). Mit herben Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt am Montag gestartet. Der Leitindex DAX verlor bis 9.15 Uhr 2,8 Prozent auf 6061 Punkte, der MDAX gab 2,8 Prozent auf 7884 Zähler nach und der TecDAX fiel um 3,2 Prozent auf 740 Punkte.

Grund für die massiven Abgaben sind die neuen Hiobsbotschaften aus
dem US-Finanzsektor. «Die Bank of America übernimmt Merrill Lynch und
Lehman Brothers beantragt Gläubigerschutz nach Chapter 11 - damit
sind wir mitten in der Systemkrise angekommen», sagte ein
Marktteilnehmer. Darüber hinaus wirke sich der vor dem Hintergrund
der Entwicklungen am Wochenende wieder deutlich gestiegene Euro
belastend aus.

Die Finanzmarktkrise war bereits am Freitag das zentrale Thema an
der New Yorker Wall Street, die uneinheitlich schloss. Der
Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent auf 11 422 Punkte. Tagesverlierer
im DJIA waren die Aktien des Versicherungskonzerns AIG, die um 30,8
Prozent auf 12,14 Dollar einbrachen. Der Nasdaq Composite stieg um
0,1 Prozent auf 2261 Zähler.

Angesichts der Krise des US-Finanzsektors brach der Dollar
gegenüber dem Euro ein. Es gebe jetzt Spekulationen über eine
Leitzinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve, was den Euro
stütze, sagte ein Händler. Am Montagmorgen notierte die
Gemeinschaftswährung bei 1,4317 Dollar. Die Europäische Zentralbank
hatte am Freitag einen Referenzkurs von 1,4066 Dollar festgestellt.

Schwächster Titel im DAX waren am Morgen neben den Finanzwerten
TUI. Die Aktie verlor 5,7 Prozent auf 11,70 Euro. Deutsche Bank
fielen um 5,4 Prozent auf 54,78 Euro und auch Allianz und Commerzbank
gaben mehr als 5 Prozent nach. Die geringsten Verluste der 30
DAX-Werte verzeichneten Continental, die sich um 0,7 Prozent auf
73,46 Euro verbilligten. Der weltweit fünfgrößte Autozulieferer hatte
am Samstag eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Ins Plus schaffte es
kein einziger Wert.

In der zweiten Reihe fielen Arcandor um 7,4 Prozent auf 4,12 Euro.
MTU Aero Engines und ProSiebenSat.1 verloren jeweils mehr als sechs
Prozent. Einziger Wert im Plus waren Hugo Boss, die 0,1 Prozent auf
22,10 Euro zulegten.

Im TecDAX lagen wie im DAX alle Werte im Minus. Die höchsten
Verluste verzeichneten Wirecard, die 6,8 Prozent auf 6,06 Euro
nachgaben. Solon ermäßigten sich um 6,2 Prozent auf 36,70 Euro. Die
geringsten Einbußen gab es bei Epcos, die sich um 0,2 Prozent auf
17,61 Euro verbilligten.

(rheinmain)


 


 

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