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Rürup als Alternative

Als Selbstständige eine gute Rente

(bo/ddp.djn). Freiberufler und Selbstständige müssen bis auf wenige Ausnahmen nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Sie können selbst bestimmen, wie sie ihre Altersvorsorge aufbauen. Dabei können sie aus einer Reihe von Bausteinen wählen.

Zunächst einmal sollten vorhandene gesetzliche Rentenansprüche
gesichert werden. Nicht wenige Selbstständige waren vor der
Existenzgründung angestellt und haben damit auch Ansprüche in der
gesetzlichen Rentenversicherung gesammelt. Damit das eingezahlte Geld nicht verloren geht, müssen Selbstständige die
Mindestversicherungszeit von 60 Monaten erreichen. Ist das noch nicht
der Fall, sollten sie freiwillig Beiträge nachzahlen.

Ohne die Mindestversicherungszeit verfällt der Anspruch auf die
Rente. Selbstständige können sich dann nur noch für die Erstattung
eingezahlter Rentenbeiträge entscheiden. Doch die eingezahlten
Beiträge werden nur mit Abschlägen und ohne Verzinsung ausgezahlt.
Folglich dürfte sich dieser Weg kaum lohnen.

Nicht aus den Augen geraten sollte zudem die staatliche Förderung.
Die Rürup-Rente ist extrem unbeliebt - aber das völlig zu Unrecht.
Für Selbstständige ohne weitere Absicherung über die gesetzliche
Rentenversicherung oder über berufsständische
Versorgungseinrichtungen besteht auf diesem Weg immerhin die
Möglichkeit, bis zu 20 000 Euro jährlich steuerbegünstigt in die
private Vorsorge zu investieren.

Derzeit werden die Beiträge zwar nur zu 70 Prozent angerechnet,
trotzdem können bei einem Spitzenverdiener Beiträge von jährlich rund
6000 Euro etwa 1800 Euro Steuervorteil bringen. Und ab 2025 sind die
Beiträge vollständig absetzbar. Dann erhöht sich der mögliche
Steuervorteil auf rund 2500 Euro im Jahr.

Nominell sind die Renten dafür bei Rentenbeginn zwar
steuerpflichtig, allerdings zu 100 Prozent erst ab 2040. Aktuell
werden 60 Prozent der ausgezahlten Rürup-Rente besteuert. Doch
Steuerpflicht heißt nicht, dass auch tatsächlich Steuern gezahlt
werden müssen. Wer 2025 in Rente gehen wird, muss mit einem
Besteuerungsanteil von 85 Prozent rechnen. Inklusive aller möglichen
Abzüge und des steuerfreien Existenzminimums könnte dann insgesamt weit über 13 000 Euro Rente steuerfrei bleiben, wenn man nur eine Rürup-Rente bekäme.

Um auch mit einer garantierten Rente rechnen zu können, sollte auf
jeden Fall auf eine klassische Rürup-Rentenversicherung gesetzt
werden und nicht auf die Fonds-Variante. Denn die bietet bei einem
Investment in Investmentfonds zwar eine höhere Renditechance. Eine
Gewähr, dass die Fonds nicht auch schlecht laufen und die Rente
verhageln, gibt es aber nicht.

Neben der finanziellen Sicherheit darf es gerne auch etwas für die
Rendite sein. Für eine optimale Rendite sollte ein fondsbasierter
Riester- Vertrag abgeschlossen werden. Der wird zwar bei
Selbstständigen meist nicht gefördert. Dennoch kommt man in den
Genuss von Steuervorteilen bei der Auszahlung. Dabei gelten dieselben
Regeln wie bei Lebensversicherungen. Außerdem greift die
Abgeltungssteuer nicht, so dass sich der Zinseszins -Effekt voll
entfalten kann. Vor allem aber ist das Kapital garantiert - auch bei
einem Börsen-Investment sind Verluste also ausgeschlossen.

Foto: www.pixelio.de

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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