Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Aktuell News
Weitere Artikel
  • 14.06.2017, 16:46 Uhr
  • |
  • Rhein-Main
ALTERSABSICHERUNG

Betongold? Mit Immobilien für das Alter vorsorgen

Laut Medienberichten droht ab 2030 jedem zweiten Rentner eine Armutsrente auf Hartz-IV-Niveau. Kein Wunder also, dass Experten raten, jetzt schon für das Alter vorzusorgen. Immer öfter dienen Immobilien als finanzielle Absicherung für das Rentenalter.

Auch, wenn Experten für die Zukunft ein düsteres Bild zeichnen: Bisher scheinen sich die Deutschen kaum Gedanken über die mögliche Altersarmut zu machen. Die meisten denken, die gesetzliche Rente reiche für den Ruhestand aus. Doch es empfiehlt sich, möglichst früh mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Neben staatlich geförderten privaten Altersvorsorgemöglichkeiten und der betrieblichen Altersvorsorge können sich auch Immobilien als Altersvorsorge lohnen.

Der „perfekte“ Zeitpunkt für eine Investition in Immobilien? Die Finanzierung der Immobilie

Auch, wenn die Immobilienpreise in manchen Regionen sehr hoch sind: Zurzeit kann es sich unter Umständen richtig lohnen, Immobilien zu erwerben oder zu bauen. Denn aufgrund der niedrigen Zinsen sind Immobilienkredite momentan zu besonders günstigen Konditionen erhältlich, was die Finanzierung deutlich erleichtert.

Trotzdem muss natürlich erst mal einiges an Eigenkapital aufgebracht werden, um überhaupt einen Immobilienkredit zu bekommen. Zu dem eigentlichen Kaufpreis oder den Kosten für den Bau des Hauses kommen dann auch noch Nebenkosten hinzu, die häufig vergessen oder unterschätzt werden. Wer eine Immobilie als Altersvorsorge nutzen möchte, braucht also erst einmal Geld. Immer noch sehr beliebt sind Bausparverträge zur Finanzierung von Immobilien. Eine hohe Summe an Eigenkapital kann damit angespart werden. Das reduziert die Kreditsumme, die aufgenommen werden muss – und damit auch die monatlichen Tilgungskosten. Das ist ein wichtiger Aspekt, der berücksichtigt werden muss – schließlich sollte man den Kredit langfristig auch abbezahlen können.

Tipp: Weitere Kostenvorteile haben Bauherren, wenn sie sich für ein Doppelhaus entscheiden. Denn bei diesem Modelltyp werden laut www.gussek-haus.de wichtige Kosten wie die Grundstücks- und Baunebenkosten unter den beiden Bauparteien aufgeteilt. Wird die Heiztechnik gemeinschaftlich genutzt, können auch die Baukosten an sich gesenkt werden.

Eine lohnenswerte Geldanlage: Warum Immobilien eine gute Altersvorsorge sein können

Ist der Kostenpunkt erst einmal geklärt, kann sich eine Immobilie durchaus als lohnenswerte Kapitalanlage und Altersvorsorge entpuppen. Denn je nach Region und Mikrolage können Renditen von bis zu acht Prozent erzielt werden – um einiges mehr als bei anderen Anlageformen. Wer mehrere Objekte besitzt und vermietet, erzielt feste monatliche Einkünfte, die eine wichtige finanzielle Absicherung in der Rente darstellen können. Gerade mehrfache Mieteinnahmen sind besonders rentabel. Aber auch, wenn die Immobilie selbst genutzt wird, ist sie aufgrund der gesparten Miete ein wichtiger Teil der Altersvorsorge, ist dann allerdings keine zusätzliche Einnahmequelle. Wichtig: Bis zum Erreichen des Rentenalters sollte das Darlehen getilgt sein.

Ein weiterer Pluspunkt des Kaufs oder Baus einer Immobilie besteht darin, dass die Anschaffungskosten der Immobilie als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden können, genauso wie die Kreditzinsen für die Baufinanzierung, die Grundsteuer oder Kosten für Reparaturen und Sanierungen. Immobilienbesitzer haben also eine ganze Reihe an steuerlichen Vorteilen.

Die Risiken von Immobilien als Geldanlage

Achtung: Auch, wenn Immobilien besonders hohe Renditen versprechen, ist darauf nicht immer Verlass. Denn die Rendite wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, vor allem von der Wertentwicklung der Immobilie. Diese wiederum ist von der Lage und dem Objektzustand abhängig. Immobilienbesitzer müssen also nicht nur für den Kauf oder Bau der Immobilie, sondern auch für die regelmäßige Instandhaltung und Modernisierung finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Diese können sich als Renditekiller entpuppen, denn gerade energetische Sanierungen sind alles andere als günstig. Am besten ist es daher, monatlich Geld für Reparaturen zurückzulegen. Soll die Immobilie irgendwann mit Gewinn wieder verkauft werden, ist der Wiederverkaufswert entscheidend. Auch die Erwerbsnebenkosten (etwa acht bis zehn Prozent des Kaufpreises) müssen hier mit bedacht werden. Eine Wertsteigerung der Immobilie um diesen Betrag ist also Voraussetzung, damit das Objekt mit Gewinn verkauft werden kann.

Hinzu kommt, dass die Lage und das Objekt auch darüber entscheiden, ob sich bei einer geplanten Vermietung überhaupt Mieter für die Immobilie finden. Bewahrheitet sich das Leerstandsrisiko, hat der Immobilienbesitzer eine Menge Geld ausgegeben und kann die Kosten nicht wie erwartet über die Miete wieder einnehmen.

Um ein sogenanntes Klumpenrisiko zu vermeiden, sollte die Immobilie niemals die einzige Altersvorsorge sein. Besser ist es, sich daneben auch noch mit der Riester-Rente oder der betrieblichen Altersvorsorge abzusichern. Es ist also keine gute Idee, sein gesamtes Geld in eine einzige Immobilie zu stecken. Muss diese kurzfristig verkauft werden, kann es zu enormen Verlusten kommen.

Fazit

Im Hinblick auf die mögliche Altersarmut ist es sinnvoll, möglichst früh mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Immobilien stellen eine attraktive Form der Absicherung für das Alter dar – gerade jetzt in Zeiten niedriger Zinsen für Immobilienkredite. Bei guter Lage und einem guten Zustand wird im Fall einer Vermietung unter Umständen eine beachtliche Rendite erzielt. Hinzu kommen steuerliche Vorteile. Selbst das mietfreie Wohnen ist bereits eine Erleichterung, falls die Immobilie selbst bewohnt wird. Dennoch bergen Immobilien als Altersvorsorge auch ein gewisses Risiko. So werden nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für Reparaturen finanzielle Reserven benötigt, das Risiko eines Leerstands kommt hinzu. Empfehlenswert ist es daher, nicht nur Immobilien als einzige Altersvorsorge zu nutzen, sondern auch mit anderen Absicherungen eine finanzielle Grundlage für das Rentenalter zu schaffen.

(Redaktion)


 


 

Immobilie
Altersvorsorge
Immobilienbesitzer
Absicherung
Baufinanzierung
Rendite
Rentenalter
Reparaturen
Lage
Objekt
Geld
Alter

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Immobilie" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: