Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Lifestyle
Weitere Artikel
„Amerikaner in Hessen“

American way of life im Schloss Philippsruhe Sonderausstellung „Amerikaner in Hessen“

Geschichte wird erleb- und vor allem nachvollziehbar bei der großen Sonderausstellung "Amerikaner in Hessen", die noch bis 29. März in Schloss Philippsruhe zu sehen ist. Der Fachbereich Kultur bietet auch ein umfangreiches Begleitprogramm, besondere Highlights dabei sind die nächtliche Öffnung am 13. Februar und die Familienmatinée am Sonntag, 8. März, unter dem Motto "American Way of Life".

Zuvor jedoch und noch bis zum Ende der Ausstellung am Sonntag, 29. März, finden gebührenfreie Vorträge und eine Filmvorführung im Roten Saal in der Beletage statt. Los geht’s am Donnerstag, 12. Februar. Dann findet um 19 Uhr im Roten Saal der Vortrag "Amerikanische Streitkräfte in Deutschland seit 1945 und ihre Bedeutung für Hessen" mit Prof. Dr. Wolfgang Krieger von der Universität Marburg statt.

Die amerikanischen Streitkräfte betraten im September 1944 erstmals deutschen Boden. Nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft bestand ihre Aufgabe zunächst darin, den von den Siegermächten verordneten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau abzusichern.

Doch mit dem Ausbruch und der Verschärfung des Ost-West-Konfliktes stellte sich ihnen eine völlig neue Aufgabe: Es galt nun, Westdeutschland und Westeuropa gegen einen sowjetischen Angriff zu schützen. Dafür unterhielten die USA von 1950 bis 1990 in Europa bis zu 350.000 Soldaten, mehr als zwei Drittel davon in der Bundesrepublik.

Am Donnerstag, 19. Februar, ebenfalls 19 Uhr, wird der Film "Army Go Home" (USA 2001) gezeigt, eine Satire über eine US-Garnison in Westdeutschland kurz vor dem Fall der Mauer 1989:
"Krieg ist die Hölle, doch Frieden ist zum Kotzen langweilig", nennt es Ray Elwood (Joaquin Phoenix), der Held des Films. Ray ist eher unfreiwillig bei der Army; immerhin hat er ein amouröses Verhältnis zur Ehefrau seines Vorgesetzten und macht seinen Arbeitsplatz als Bataillons-Schreiber zum Zentrum des blühenden Schwarzmarkts.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildet der Bericht von Prof. Dr. Peter Krahulec aus Fulda: Ein Veteran der Friedensbewegung berichtet aus dem "Fulda Gap". Diese Veranstaltung findet am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr im Roten Saal von Schloss Philippsruhe statt.

Der Begriff "Fulda Gap" (Lücke bei Fulda) tauchte erstmals Mitte der 70er-Jahre in einem Taktiklehrbuch der US-Army über konventionelle und nukleare Kriegsführung auf. Im vierten Kapitel wurde die atomare Gefechtsführung im Raum Fulda behandelt: "Das 3. Armeekorps sitzt mitten auf der kürzesten Verbindungsroute zwischen der westdeutschen (Ost-) Grenze und dem Rhein. Die wichtigsten Routen für einen Vorstoß (des Feindes) in das Gebiet des Armeekorps sind der "Hessische Korridor" längs der Autobahn Bad Hersfeld - Frankfurt und die "Fuldaer Lücke", die im Norden und Süden um die Stadt Fulda herumläuft, sowie das Tal des Flusses Kinzig über Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau nach Frankfurt." Der Vortrag wird ergänzt durch Bilder von Christof Krackhardt.

Neben dem abendlichen Begleitprogramm, organisiert vom Historischen Museum in Kooperation mit der Volkshochschule Hanau, bietet das museumspädagogische Team auch Führungen (Gebühr 3 Euro plus Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro) in der Ausstellung an.
Jeweils "Sonntags um Drei" kann man die Ausstellung unter fachkundiger Führung genauer kennen lernen: am 1. und 15. Februar sowie alle Sonntag im März. Eine Besonderheit: bei großer Nachfrage wird ein zweiter Termin um 16.30 Uhr angeboten.

Im Rahmen der Kesselstadt-Jubiläumstage ist die Ausstellung am 13. Februar auch zu nächtlicher Stunde geöffnet. Anlässlich der nächtlichen Feier zur Ersterwähnung von Kesselstadt vor 950 Jahren stehen das Museum Schloss Philippsruhe und die Ausstellung "Amerikaner in Hessen" den Gästen ab 22 Uhr offen. Es werden auch kostenfreie Führungen in der Ausstellung angeboten.

Ein besonderes Highlight ist die Familienmatinée am Sonntag, 8. März, von 11 bis 14 Uhr. Unter dem Motto "American Way of Life" können Familien die Ausstellung und das Schloss auf amerikanische Art erleben.

Dann rockt das Schloss, denn im Roten Saal findet für Jung und Alt ein Rock’n’Roll Schnupperkurs statt, während andere Besucher sich als "Bubble-Gum-King" versuchen. Mal sehen, ob der Filius den Papa beim Kaugummi-Blasen-Wettbewerb schlägt...

In der Museumswerkstatt entstehen mit Comic-Künstler Rautie Daumenkinos oder Buttons. Die Ausstellung lernt man während einer spannenden Führung kennen. Und die Frisierecke von Elvis wird zum Fotostudio. Die ganze Familie darf sich kostümieren und zuguterletzt auch ein Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen und die Frage beantworten: Waren das wirklich Mama und Papa auf dem Bild oder doch Elvis und Marylin?

Soviel amerikanische Lebensfreude macht natürlich Appetit. Das Museumscafé hält amerikanische Leckereien wie Hotdogs oder Muffins bereit.

Quelle: Stadt Hanau

(Redaktion)


 


 

Stadt Hanau: American way of life; Schloss Philippsruhe; Sonderausstellung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Stadt Hanau: American way of life; Schloss Philippsruhe; Sonderausstellung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: