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Bestechungsfällen im Konzern Siemens

Anti-Korruptions-Abteilung bei Siemens hat inzwischen 520 Mitarbeiter

(bo/ddp.djn). Siemens hat nach den weltweiten Bestechungsfällen im Konzern die Anti-Korruptionsabteilung (Compliance) auf inzwischen 520 Mitarbeiter aufgestockt. 2006 seien es noch lediglich 80 Mitarbeiter gewesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Die Experten sollen systematisches Fehlverhalten innerhalb des Konzerns verhindern.

Die Kosten dafür betrugen im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007/2008 (30. September) rund 89 Millionen Euro. Vor einem halben Jahr lag die Summe noch bei 175 Millionen Euro. Siemens erwartet, dass die Compliance -Aufwendungen in Zukunft weiter sinken werden, da zunehmend Aufgaben externer Berater intern übernommen werden könnten.

Gegen Siemens laufen in mehreren Staaten Ermittlungen wegen Korruption. Auch das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC untersuchen die Vorgänge. Für mögliche Strafen hat der Konzern bereits eine Milliarde Euro zurückgelegt.

Insgesamt sollen, hauptsächlich in der Amtszeit des ehemaligen Vorstandschefs Heinrich von Pierer, 1,3 Milliarden Euro in schwarzen Kassen gelandet sein. Laut internen Ermittlungen wurden in nahezu allen untersuchten Siemens-Geschäftsbereichen und in zahlreichen Ländern Belege für Fehlverhalten im Hinblick auf in- und ausländische Anti-Korruptionsvorschriften gefunden.

(Redaktion)


 


 

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