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Frühjahrsbelebung

Arbeitslosenzahlen gingen im April weiter zurück

(dapd). Dank der Frühjahrsbelebung sinkt die Zahl der Arbeitslosen in Hessen. Im April waren 187.461 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das waren 4.514 Arbeitslose oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat.

Im Vergleich zum April 2010 sank die Zahl der Arbeitslosen um 19.676 oder 9,5 Prozent.

Den Angaben zufolge ging die Arbeitslosenquote im April um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zurück. Im April 2010 hatte sie bei 6,7 Prozent gelegen. Insbesondere junge Menschen unter 25 Jahren profitierten den Angaben zufolge von der Entwicklung. Knapp 17.000 junge Frauen und Männer hätten keinen Job. Das seien 5,8 Prozent weniger als im Vormonat und rund 15 Prozent weniger als im April 2010.

Auch bei Menschen über 50 Jahre sei Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen - um 1,7 Prozent im Vergleich zum März und um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mehr Ausbildungsplätze gemeldet

Bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs verzeichnete Hessen den Angaben zufolge einen Anstieg um 2,2 Prozent und blieb damit unter dem Bundesschnitt von 2,6 Prozent. Der hochgerechnete Wert für Februar liegt bei 2,21 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hessen.

Bei den Ausbildungsstellen ist den Angaben zufolge ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr seien 18,1 Prozent mehr freie Stellen gemeldet worden. Dem stehe eine Steigerung von 2,2 Prozent bei der Bewerberzahl gegenüber. Bis April seien 32.909 Bewerber und 29.767 Stellen gemeldet worden. 16.519 Stellen seien noch unbesetzt. Knapp 18.400 Bewerber gelten den Angaben zufolge derzeit als unversorgt.

Das Sozialministerium sprach von einer Verstetigung des Aufwärtstrends. "Auch im weiteren Jahresverlauf können wir mit einer positiven Entwicklung auf dem hessischen Arbeitsmarkt rechnen", sagte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper (CDU).

Unternehmen verteidigen flexible Beschäftigungsformen

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) führte die gesunkenen Arbeitslosenzahlen unter anderem auf flexible Beschäftigungsformen wie Befristung und Zeitarbeit zurück. Diese hätten "in den mit Langzeitarbeitslosigkeit bis dahin verkrusteten Arbeitsmarkt die dringend benötigte Bewegung gebracht", sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.

Der DGB Hessen-Thüringen nannte insbesondere die Entwicklung in Nordhessen erfreulich. Insgesamt sei die Freude aber gebremst, sagte der Bezirksvorsitzende Stefan Körzell. So sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen unter den Menschen ohne Job auf knapp 70 Prozent gestiegen. Auch gebe es trotz der gesunkenen Zahlen mit mehr als 55.000 Arbeitslosen über 50 Jahren zu viele ältere Menschen ohne Arbeit.

Freude und Sorge bei den Parteien

Auch die Grünen-Landtagsfraktion äußerte Sorge über die Entwicklung für Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer. "Diese können offensichtlich kaum vom Aufschwung profitieren", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kordula Schulz-Asche. Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) müsse "endlich wieder eine Arbeitsmarktpolitik betreiben, die diesen Namen verdient".

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Spies, forderte, Langzeitarbeitslose nicht abzuschreiben. Sie müssten qualifiziert werden, um eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Dafür müssten aber auch entsprechende Mittel zur Verfügung stehen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Walter Arnold, sagte, kein anderes Land stehe nach der Finanz- und Wirtschaftskrise so gut da wie Deutschland. Die schwarz-gelben Koalitionen im Bund und in Wiesbaden hätten gute Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt geschaffen.

Caroline Schulke

(dapd )


 


 

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