Jobbörse
Arbeit für Jung und Alt
Rhein-Main. Auf der „Jobbörse Einzelhandel“ im Oktober wurde so manches Vorurteil widerlegt. Selten ist das äußere Erscheinungsbild der Bewerberinnen und Bewerber für Arbeitgeber so bedeutend wie im Einzelhandel.

Das äußere Erscheinungsbild der Bewerberinnen und Bewerber für Arbeitgeber ist selten so bedeutend wie im Einzelhandel.
Dabei spielt das Alter nur eine untergeordnete Rolle, denn gerade in dieser Branche wird neben jugendlichem Schwung auch auf Erfahrung und Einklang mit dem Kundenstamm großen Wert gelegt. Deshalb ist es hier besonders von Vorteil, dass die Bewerberinnen und Bewerber den Fachkräften des Arbeitgeberservices persönlich bekannt sind und so noch passgenauer auf die gemeldeten offenen Stellen vorgeschlagen werden können. Aus diesem Grund war die „Jobbörse Einzelhandel“ der Agentur für Arbeit Frankfurt für die anwesenden Unternehmen so wichtig und wurde wieder einmal zu einem Erfolg.
So auch für Anita Albrecht, Inhaberin Parfümerie / Kosmetikinstitut Albrecht in Frankfurt: „Bei uns ist es entscheidend, dass sich unsere Kundinnen wohl fühlen. Unser Personal hat einen persönlichen, oft auch körperlichen Kontakt zur Kundschaft. Deshalb bin ich stets auf der Suche nach Fachkräften, mit denen sich meine Kundinnen identifizieren können. Eine Gesichtscreme wird nun einmal lieber von einer gleichaltrigen Dame mit „gepflegten Falten“ gekauft, als von einer ganz Jungen. Auf der heutigen Börse habe ich Bewerbungsunterlagen von sechs Damen einbehalten, die alle in mittleren Jahren oder auch darüber hinaus sind. Die älteste – für uns sehr interessante Bewerberin - ist 60 Jahre alt.
Auf der anderen Seite bilden wir allerdings auch aus. Für das Jahr 2012 suchen wir unter anderem noch eine Bewerberin oder einen Bewerber, für den Beruf Kosmetiker(in). Was viele nicht wissen: Diesen Beruf kann man auch in einem Betrieb erlernen und nicht nur auf einer Kosmetikschule. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet selbstverständlich mit einem anerkannten Abschluss.
In den nächsten Tagen werden wir entscheiden, wen wir nun letztendlich für unser Unternehmen gewinnen. Dass wir bereits eine Vorauswahl hatten und die Bewerberinnen persönlich in Augenschein nehmen konnte, hat uns eine Menge Zeit und Mühe gespart, was auch dem engen Kontakt zu unserer persönlichen Ansprechpartnerin im Arbeitgeberservice - Frau Eymelt - zu verdanken ist.“
Die Jobbörse Mitte Oktober hatte den Zweck, vorhandene Bewerberinnen und Bewerber den Arbeitgebern zu präsentieren, um so auch allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Barbara Eymelt, Vermittlerin im Arbeitgeberservice Frankfurt: „Jeder Arbeitgeber sucht speziell für seine Stelle das „passende Gesicht“. Dabei ist jung, weiblich und gut aussehend nicht ausschlaggebend, sondern es kommt immer auf den jeweiligen Kundenstamm und die zu verkaufende Ware an. Allerdings ist gepflegtes Auftreten bei allen ein absolutes Muss. Fehlendes Fachwissen kann erlernt werden und muss oft auch bei einem Wechsel innerhalb einer Fachrichtung den Bedürfnissen der neuen Firma angepasst werden. Wir haben bei dieser Börse wieder gemerkt, dass unser Konzept Erfolg hat. Von den acht eingeladenen Arbeitgebern haben alle Bewerbungsunterlagen zur genauen Durchsicht einbehalten und von drei Bewerbungen weiß ich, dass ein Vertragsabschluss kurz bevor steht. Ein Teil der eingeladenen Firmen war schon des Öfteren auf unseren Börsen und fragte auch bei dieser wieder nach einer Fortsetzung.“
Die Wirtschaft muss sich in den nächsten Jahren auf neue Zukunftsbranchen einstellen. Die demografische Alterung wird sich auf die Konsumstruktur auswirken und bestimmte Branchen werden davon profitieren: Gesundheitswesen, Gesundheitspflege, Wohnen, Life-style (Tourismus und Wellness), Freizeit, Dienstleistung. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main wird auch weiterhin Börsen wie diese veranstalten, damit im Direktkontakt und auf kurzem Weg Arbeitnehmer und Arbeitgeber effizient zusammengebracht werden können.
(ots/Arbeitsagentur Frankfurt)
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