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  • 31.05.2016, 09:15 Uhr
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Arbeitgeber und Bewerber

Fünf Tipps für das perfekte Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche bei einem potenziellen Arbeitgeber sind für viele Menschen eine besondere Herausforderung. Nervosität, Anspannung und Angst vor dem Versagen setzen den Kandidaten zu. Doch das muss nicht sein. Denn zum einen ist das Gespräch auch für Jobinteressierte eine Sondierung. Das vergessen viele Arbeitgeber und Bewerber immer wieder. Daher gilt auch für den Interessenten: Abklopfen, um mehr herauszufinden. Schon diese aktivere Einstellung bringt Sicherheit. Zum anderen helfen wenige Tricks, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das gilt unabhängig von einer passenden Qualifikation und einer guten Vorbereitung - beides ist selbstverständlich Voraussetzung für ein konstruktives Vorstellungsgespräch. Aber die folgenden fünf Tipps helfen dem Bewerber, die Gegenüber auf seine Seite zu ziehen.

Tipp 1: Das richtige Outfit

Ohne Zweifel ist das A und O des optischen Eindrucks ein gutes Outfit. Wer bei der Kleiderwahl danebengreift, wird sich spätestens in der Vorstellungsrunde unwohl fühlen.

Die sichere Variante für Damen ist ein Kostüm vorzugswiese in Dunkelblau oder Anthrazit sowie mit weißer Bluse. Wahlweise darf es eine Hose oder ein knielanger Rock sein. Die Schuhe müssen zum Dress passen, offene Sandalen, High Heels oder Ballerinas sind ein Tabu. Ein kleiner Absatz dagegen ist erlaubt. Daher eignen sich Pumps als Klassiker sehr gut. Im Sommer darf es auch ein Peeptoe sein, sofern die Füße gepflegt sind. Einzelne Schmuckstücke sind erlaubt, sofern sie unauffällig das Outfit unterstreichen. Ein unterstützendes und klares Make-up ist ebenfalls sinnvoll, Liedschatten und Lippenstift dürfen jedoch nicht dominieren.

Die Herren tragen Anzug. Ebenfalls sind Dunkelblau oder Anthrazit als Farbe zu empfehlen. Das Hemd ist weiß, hochwertig und sitzt gut. Es lohnt sich, ein paar Euro mehr auszugeben, denn gute Hemden fallen positiv auf. Solche Exemplare gibt es im stationären Fachhandel oder in besonderen Online-Shops wie zum Beispiel hemdenbox.de. Je hochwertiger das Hemd, desto eher sollten Männer auf eine Krawatte zurückgreifen. Das macht einen guten Eindruck. Als Schuhe sind saubere Schnürschuhe aus schwarzem Leder Pflicht, idealerweise im Oxford- oder Derby-Stil.

Achtung: Diese Outfits sind Allrounder, die immer passen. Je nach ausgeschriebener Stelle ist aber auch weniger erlaubt. Es lohnt sich daher, sich mit den Kleiderregeln der Branche und des Unternehmens vertraut zu machen. Dann geht es auch mit flachen Schuhen bei den Damen oder krawattenlos bei den Männern. Stimmt das Outfit, fühlt sich der Bewerber automatisch sicherer.

Tipp 2: Höfliches Auftreten

Es klingt fast ein wenig überflüssig. Dennoch gilt: Ein höfliches Auftreten öffnet Türen. Dazu gehören zum Beispiel ein selbstbewusstes, aber nicht zu lautes Anklopfen, ein sicherer Händedruck und ein wenig Smalltalk. Außerdem ziehen Bewerber mit einer freundlichen und zuvorkommenden Art im Gespräch die Personalentscheider auf ihre Seite. Kurz: Der Bewerber muss Benehmen zeigen können.

Klassische Fehler sind das Vorstellen nur mit dem Nachnamen oder das Setzen ohne Aufforderung. Ein angebotenes Getränk sollte der Bewerber ebenfalls immer annehmen. Dabei spielt es keine Rolle, das Glas zu leeren. Es ist eine Anerkennung, das Angebot des Gastgebers dankend anzunehmen. Das bricht das Eis und schützt zugleich vor einem trockenen Hals. Tabu ist dagegen Rauchen, selbst wenn dies der Gastgeber anbietet.

Tipp 3: Lächeln und Humor zeigen

Kann der Bewerber mit einem guten Benehmen überzeugen, gewinnt er mit einem Lächeln und einer Prise Humor die Herzen. Wer ehrlich lächeln kann, steigert seine Chancen auf den Job. Er ruft beim Gegenüber eine Reaktion der Sympathie hervor und unterstreicht seine Soft-Skills.

Gut dosierter Humor trägt ebenfalls zu einer aufgelockerten Stimmung und zu einem sympathischen Miteinander bei. Ein kleiner belangloser Scherz, möglichst auf eigene Kosten, schafft eine solche Atmosphäre. Doch Vorsicht: Wer sich über andere lustig macht oder es übertreibt, wirkt schnell arrogant und unsympathisch.

In einem Bewerbungsgespräch geht es nicht allein um fachliche Fähigkeiten. Es geht um Soft-Skills und nicht zuletzt um Sympathie. Humor und ein Lächeln sind eine gute Möglichkeit, die eigenen Qualifikationen mit weiteren, "weichen" Eigenschaften zu unterstreichen. Aber auch hier gilt: Der Humor ist der Gesprächsrunde anzupassen.

Tipp 4: Klar und deutlich sprechen

Die Bewerbungssituation bedeutet Stress und bei Stress neigen Menschen zum überhasteten Sprechen. Sie verhaspeln sich, sprechen undeutlich oder zu ausufernd. Positiv wirken Bewerber, die akzentuiert, in angemessener Lautstärke, langsam und deutlich kommunizieren. Die ruhige Art wirkt professioneller und kompetenter. Es kommt nicht zu Missverständnissen und die Personalentscheider müssen nicht unsicher nachfragen.

Tipp 5: Die Gegenüber spiegeln

Als letzter Tipp kommt noch eine Prise Psychologie. Um die Gegenüber auf die eigene Seite zu ziehen, kann der Bewerber ihr Verhalten spiegeln. Gemeint sind Bewegungen und Gesten. Schlägt der Personalchef die Beine übereinander, kann der Bewerber dies kurz danach ebenfalls machen. Lehnt sich die Abteilungsleiterin zurück, macht es sich der Bewerber wenig später ebenfalls bequemer. Trinkt ein Gesprächspartner, nimmt der Bewerber auch einen Schluck.

Es geht es nicht darum, eine Person zu imitieren oder nachzumachen. Der Bewerber greift immer wieder einzelne Bewegungen und Gesten unauffällig etwas zeitversetzt auf und wiederholt diese. Unterschwellig schafft er damit bei seinen Gegenübern Sympathie und zieht die Entscheider auf seine Seite. Wer sich auf solche Feinheiten konzentriert, legt außerdem Nervosität ab - auch das hilft, die "Herausforderung Bewerbungsgespräch" zu meistern.

(Redaktion)


 


 

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