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Lohnniveau

Arbeitgeber warnen vor niedrigem Mindestlohn für Zeitarbeitsbranche

Frankfurt/Main (ddp.djn). Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) warnt die Bundesregierung davor, sich bei ihren Mindestlohnplänen am niedrigsten Tariflohn in der Branche zu orientieren. Dies hätte zur Folge, dass das Lohnniveau auf breiter Front sinkt», sagte BZA-Vizepräsident Thomas Bäumer der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Betroffen wären insbesondere die mehr als 200 000 ungelernten Zeitarbeiter. Ihre Einkommen würden in diesem Fall mittelfristig auf «Dumpingniveau» sinken.

 In der Zeitarbeitsbranche gibt es der Zeitung zufolge zwei konkurrierende Tarifwerke. Der Tarifvertrag zwischen den christlichen Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband AMP sieht vor, dass die Einstiegsgehälter in Westdeutschland auf bis zu 6,53 Euro pro Stunde gesenkt werden können. Die beiden Arbeitgeberverbände BZA und IGZ haben dagegen mit den DGB-Gewerkschaften höhere Löhne vereinbart. Für 2008 hatten sie sich bereits auf einen Mindestlohn von 7,31 Euro verständigt, der nach ihrem Willen für die gesamte Branche gelten sollte.

Bäumer sagte, derzeit habe eine deutliche Mehrheit der Zeitarbeiter noch Anspruch auf die höheren Gehälter, die mit dem DGB vereinbart wurden. Wenn nun der Gesetzgeber 6,53 Euro für ausreichend erkläre, werde jeder sagen: «Warum sollen wir dann den Leuten mehr Geld zahlen». Die derzeitige Debatte belaste zudem die laufenden Tarifverhandlungen mit den DGB-Gewerkschaften.

(Redaktion)


 


 

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