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Jetzt weniger Steuervorteil bei gemeinsam genutztem Arbeitszimmer

(bo/ddp.djn). Nutzen Steuerzahler ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam mit dem berufstätigen Ehegatten oder Lebensgefährten, galt bisher die Devise, dass die Arbeitszimmerkostenb entsprechend dem zeitlichen Nutzungsverhältnis auf beide Personen aufzuteilen waren und dann geprüft werden muss, wer wie viel von diesen Kosten steuerlich absetzen darf.

Einem Bericht von Steuerrat24 zufolge hat der Bundesfinanzhof (AZ: IV R 21/08) eine Änderung bezüglich der Kostenverteilung vorgegeben: Bei einem Arbeitszimmer im eigenen Haus, das beiden Partnern gehört, sind die auf diesen Raum entfallenden Kosten ( Abschreibung , Schuldzinsen und Energiekosten) beiden Nutzern entsprechend ihrem Miteigentumsanteil zuzuordnen. Im zweiten Schritt ist dann zu prüfen, ob die Kosten überhaupt absetzbar sind.

Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn einer der Ehegatten
nicht den Mittelpunkt seiner gesamten beruflichen Tätigkeit in dem
Arbeitszimmer hat. Die Konsequenz: Besitzen beide Ehegatten - wie
normalerweise üblich - jeweils 50 Prozent der Immobilie, darf jeder
auch nur «seinen» Teil steuerlich geltend machen. Damit fallen 50
Prozent der Kosten weg, wenn ein Ehegatte keine Kosten geltend machen darf.

Bisher war es möglich, dass ein Ehegatte beispielsweise
entsprechend der zeitlichen Nutzung 90 Prozent der Kosten geltend
machen konnte und beim anderen nur der kleine Teil von 10 Prozent
steuerlich nicht anerkannt wurde. Befindet sich das Arbeitszimmer
übrigens in einer gemeinsam gemieteten Wohnung, sind die Miete und
die anteiligen Energiekosten beiden Nutzern zur Hälfte zuzuordnen.

Foto: www.pixelio.de

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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