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Rechtstipp

Arbeitszimmer bei Betriebsprüfer kein Mittelpunkt

(bo/ddp.djn). Das häusliche Arbeitszimmer eines Großbetriebsprüfers ist nicht der qualitative Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung, so dass das Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden steuerlich nicht absetzbar ist. Das hat das Finanzgericht Niedersachsen entschieden.

In dem Fall hatte die Verwaltung dem Mann einen mobilen
Arbeitsplatz bewilligt, so dass er in der Behörde keinen Arbeitsplatz
mehr zur Verfügung hatte. Trotzdem sah das Gericht den Mittelpunkt
der beruflichen Tätigkeit nicht im Home-Office, der bei einem
Betriebsprüfer in den zu prüfenden Unternehmen liegt.

Denn nach der Abgabenordnung müsse die Außenprüfung grundsätzlich in den Geschäftsräumen des zu prüfenden Steuerzahlers stattfinden. Das Arbeitszimmer diene auch bei Vereinbarung eines mobilen Arbeitsplatzes lediglich der Erledigung aller vor- und nachbereitenden Arbeiten.

Selbst wenn der Beamte abends und am Wochenende im heimischen Büro ausgiebig tätig werde, sei das Home-Office dadurch nicht automatisch der Mittelpunkt, wie die Richter urteilten.

(AZ: 1 K 11449/05)

(ddp)


 


 

Mittelpunkt
Arbeitsplatzes
Home-Office

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