Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Finanzen Aktien & Fonds
Weitere Artikel
Marktkommentar Aktien - Helaba

Asiens Aktienmärkte deutlich im Plus

Die US-Börsen haben am Freitag, gestützt von den Technologiewerten, freundlich geschlossen. Insgesamt sorgte aber die Unsicherheit um die weitere Zukunft der US-Autobauer für ein Auf und Ab der Kurse. Der Dow Jones stieg um 0,8 % auf 8.628 Punkte. Der S&P 500 gewann 0,7 %. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 2,2 % auf 1.540 Punkte zu.

In dieser Woche ist zuvorderst die Zinsentscheidung der US-Notenbank zu nennen. Dass die Zentralbanker um Fed- Chef Ben Bernanke bereit sind, die Leitzinsen zu senken und auch weiterhin mit ungewöhnlichen
Maßnahmen gegen die Rezession und eine drohende Deflation vorgehen wollen, wurde in vielen Statements der Geldpolitiker deutlich. Die Mehrheit der befragten Volkswirte rechnet mit einer Reduktion des Zielsatzes für Tagesgeld (Fed Funds) von 1,0 % auf 0,50 %.

Marktseitig allerdings wird mehrheitlich ein Niveau von 0,25 % eskomptiert. Betrachtet man die effektiven Tagesgeldsätze der letzten Wochen und Monate, so zeigt sich, dass die Geldpolitik ohnehin expansiver ausgerichtet ist als es der Zielsatz von 1,0 % suggeriert. Die effektiven Zinsen liegen aktuell bei
0,1 %. Insofern wäre auch eine Senkung der Leitzinsen um 75 Bp auf 0,25 % - was wir nicht ausschließen – lediglich eine Anpassung der „Zielvorgabe“ an die Realität. Wir messen daher dem Statement zur Zinsentscheidung eine höhere Bedeutung bei. In dem Statement wird u. E. die Bereitschaft
zu unkonventionellen Maßnahmen zum Ausdruck gebracht.

Die anstehenden Konjunkturdaten werden das trübe Konjunkturbild nicht aufhellen. US-Industrieumfragen (Empire-Stateund Philly-Fed-Index) sowie die US-Industrieproduktion und der Index der Frühindikatoren sind
allesamt schwach zu erwarten, wobei wir bei der Industrieproduktion Enttäuschungspotenzial ausmachen. Zudem wird der Preisdruck aufgrund des Benzinpreisverfalls dramatisch nachlassen und die Jahresteuerungsrate könnte sich der 1 %-Marke nähern. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass
das fundamentale Umfeld für die internationalen Aktienmärkte schwierig bleibt.
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag vor allem durch die negativen Nachrichten aus den USA belastet.

Aber auch in der Eurozone fielen die Konjunkturnachrichten schlechter aus als
erwartet. Die EWU-Industrieproduktion und das französische Geschäftsklima sanken erneut. Ein großer Verlierer im Dax mit einem Minus von gut 4 % waren die Papiere von Daimler. Das gescheiterte
Rettungspaket für die US-Autobauer belastet. Der größten Abschläge verbuchte Continental mit einem Minus von 8,8 %. Der DAX-Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, sich bei Kreditverhandlungen mit seinen Banken nicht vom neuen Groß aktionär Schaeffler hineinreden lassen
zu wollen. Ebenfalls deutlich den Dax belastet haben die Papiere von Linde, Commerzbank und Deutsche Bank. Erst Spekulationen darüber, dass die US-Autokonzerne durch das USFinanzministerium und den Rettungsfonds (TARP) vor Insolvenz geschützt würden brachte Erleichterung mit sich. Die Märkte konnten jedoch insgesamt nicht ins Plus drehen. In Deutschland und der Eurozone bleibt das Rezessionsszenario ebenso erhalten wie in den USA.
Der ifo-Geschäftsklimaindex dürfte, wie auch die Einkaufsmanagerindizes, nochmals nachgeben.
Vor allem die Verschlechterung der Geschäftslage spielt hierbei eine große Rolle. Positive Impulse vonseiten der Konjunkturdaten erwarten wir in dieser Woche nicht. Dennoch ist mit einer freundlichen Eröffnung zu rechnen. Hoffnungen auf ein neues Rettungspaket für die USAutobauer und die freundlichen Entwicklungen in den USA und Fernost stützen. Der Dax-Future
legte in den ersten Handelsminuten 100 Punkte auf 4.770 Zähler zu.

(rheinmain)


 


 

Aktien
Aktienhandel
Börse
deutsche Börse
Börse Frankfurt

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Aktien" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: