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Volkswagen bleibt 2012 auf Rekordkurs

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Vorstandschef Winterkorn kündigt steigende Umsätze an - Gewinn soll unverändert bleiben und 2013 wieder wachsen - Audi verdient am meisten Geld - Seat weiter in den roten Zahlen

Europas größter Autobauer Volkswagen fährt nach seinem Rekordergebnis 2011 in diesem Jahr auf noch bessere Zahlen zu. "Wir werden 2012 mehr Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr", sagte VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn am Montag laut Redemanuskript bei der Vorlage der Bilanz in Wolfsburg. "Wir werden den Umsatz steigern", fügte er hinzu.

Beim operativen Gewinn ist der Konzernlenker aber vorsichtiger und nannte für 2012 nur das Ziel "das hohe Vorjahresniveau zu halten." Erst ab 2013 solle der Gewinn dann wieder steigen. Für 2012 rechnet Winterkorn mit einer Rezession in einigen EU-Ländern, was den Absatz dort drückt.

Der Mehrmarkenkonzern mit Töchtern wie Audi, MAN und Skoda hatte 2011 mehr verdient und umgesetzt als je ein deutscher Autokonzern zuvor. Mit 15,8 Milliarden Euro lag der Nettogewinn der Wolfsburger mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um ein Viertel auf 159 Milliarden Euro, der operative Gewinn lag bei 11,3 Milliarden Euro. Zu Jahresbeginn 2012 hat VW die Rekordfahrt bereits fortgesetzt und für Januar und Februar Absatzsteigerungen von 7,7 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge gemeldet.

Der Vorstand erklärte den Gewinnsprung des vergangenen Jahres unter anderem mit Bewertungsgewinnen aus der vorerst abgesagten Fusion mit Porsche. Winterkorn betonte aber, der Zusammenschluss "von Volkswagen und Porsche wird kommen". Außerdem verbuchte VW mit 2,6 Milliarden Euro um 700 Millionen Euro höhere Gewinne aus seinem China-Geschäft sowie erstmals Erträge des übernommenen Nutzfahrzeugherstellers MAN von 200 Millionen Euro.

VW hatte 2011 einen Rekordabsatz von 8,36 Millionen Fahrzeugen erreicht, 14,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Erfolgreichste VW-Marke war Audi mit einem operativen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro vor der Marke VW mit 3,8 Milliarden Euro und dem Lkw-Bauer Scania mit 1,4 Milliarden Euro. Als einzige Marke fuhr die spanische Tochter Seat mit 225 Millionen Euro noch Verluste ein. Der Volkswagen-Konzern will bis 2018 zum größten Autohersteller der Welt aufsteigen und dann mehr als 10 Millionen Fahrzeuge ausliefern.

(Claus-Peter Tiemann)



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Bild Nr. 1 © Julian W. / pixelio.de


 

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