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Aufschwung?

IW erhöht Wachstumsprognose für 2010 leicht

(bo/ddp.djn). Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum angehoben. Wie die Forscher am Montag mitteilten, rechnen sie für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,75 Prozent.

Bislang waren sie von 1,5 Prozent ausgegangen. «Für 2011 ist
sogar ein Plus von gut 2,0 Prozent zu erwarten», erklärte das
Institut in seiner in Berlin veröffentlichten Frühjahrsprognose.

«Die deutsche Wirtschaft hat die Rezession des vergangenen Jahres
überwunden und profitiert ungeachtet der Turbulenzen in der
Europäischen Währungsunion vom Aufschwung in vielen Regionen der
Welt», hieß es weiter. «Die deutsche Wirtschaft bleibt auf einem
anhaltenden Erholungskurs», sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Im Einklang mit der Vorhersage stünden die Ergebnisse der
aktuellen IW-Konjunkturumfrage, an der mehr als 2000 Unternehmen in
West- und Ostdeutschland teilgenommen hätten. Danach gehen laut IW 47 Prozent der Firmen für 2010 von einer höheren Produktion aus als
2009, und nur 18 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

Auf dem «Weg zurück zu alter Stärke» präsentiere sich insbesondere
der deutsche Exportsektor. 36 Prozent der Unternehmen erwarteten für
2010 steigende Ausfuhren, und nur noch knapp 14 Prozent erwarteten
ein schlechteres Auslandsgeschäft. Hüther verwies darauf, dass der
Euro zuletzt wieder gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren habe.
«Diese Entwicklung begünstigt tendenziell die deutsche
Ausfuhrtätigkeit.»

Verhaltener sei dagegen die Entwicklung bei den Investitionen, bei
denen sich vor allem die immer noch unterausgelasteten Kapazitäten
bemerkbar machten. Demzufolge planten zwar bei gut 28 Prozent der
befragten Firmen in diesem Jahr höhere Investitionsausgaben als 2009.
Mit 26 Prozent gingen allerdings fast ebenso viele von einem
geringeren Budget aus.

Erfreulich sei, dass es auch 2010 zu keiner Entlassungswelle
komme, erklärte das IW. Jedes fünfte Unternehmen plane einen
Personalabbau, ebenso viele wollten aber Mitarbeiter einstellen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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