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Messerattacke

Augenzeuge im Prozess um Angriff auf Rabbiner entlastet Angeklagten

(bo/ddp-hes). Im Prozess um die Messerattacke auf einen Rabbiner hat ein unbeteiligter Augenzeuge vor dem Frankfurte Landgericht die Aussagen des Angeklagten teilweise bestätigt. Dem Messerstich des Angeklagten sei eine körperliche Auseinandersetzung vorausgegangen, die der jüdische Gelehrte begonnen habe, sagte der Zeuge am Donnerstag.

Der 43 Jahre alte Koch war am Abend des 7. September 2007 auf dem Nachhauseweg, als er im Frankfurter Nordend Augenzeuge der Auseinandersetzung zwischen dem 23-jährigen Deutsch-Afghanen Said A. und dem Rabbiner Zalman Gurevitch wurde. Gurevitch habe in bestimmendem Ton gefragt «Hast Du ein Problem?», worauf A. die gleiche Frage seinerseits gestellt habe. Dann habe der körperlich überlegene Rabbiner den 23-Jährigen «am Schlawittchen gepackt», worauf dieser eingeschüchtert gewirkt habe.

Der Zeuge betonte, er habe «dem Scharmützel» keine große Bedeutung beigemessen und sei weitergelaufen. Dann habe er allerdings vom Angeklagten die Äußerung «Du Judenschwein» gehört und der Rabbiner habe nach der Polizei gerufen. Den Messerstich selbst habe er nicht gesehen. Der Zeuge gab allerdings an, nach dem kurzen Handgemenge und vor der antisemitischen Beleidigung hätten die beiden Kontrahenten wieder «zwei bis vier Meter» voneinander entfernt gestanden. Der Angeklagte hatte das Handgemenge zum Prozessauftakt am vergangenen Donnerstag als Notwehrsituation geschildert.

Die Staatsanwaltschaft hat den zur Tatzeit 22-Jährigen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der Prozess wird am 5. Mai fortgesetzt.

(rheinmain)


 


 

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