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Projekt „Kinzigbogen“ muss neu strukturiert werden

Noch vor vier Wochen waren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass die Realisierung des „Kinzigbogens“ wahrscheinlicher denn je nach dem unerwarteten Rückzug des ursprünglichen Investors Gazit im Dezember 2008 ist. Doch nachdem die Finanzierung des Projektes im derzeit überaus schwierigen Marktumfeld nicht auf eine gesicherte Basis gestellt werden konnte, hat sich die Aurelis Real Estate GmbH jetzt entschlossen, ihr Rücktrittsrecht zu nutzen und den Kaufvertrag für das weitläufige Areal am ehemaligen Gleisbauhof aufzulösen.

Da die Realisierung des „Kinzigbogens“, der neben dem Fachmarkt¬zentrum auch zeitgemäße Wohnkonzepte ansiedeln wollte, nach wie vor gewünscht ist, soll das Projekt nach einer Restrukturierung neu am Markt platziert werden. Aurelis sieht nach eigenen Angaben gute Chancen dafür, geht aber von einer deutlichen zeitlichen Verschiebung aus.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bedauert die Entscheidung von Aurelis sehr, hat nach eigenen Worten aber auch großes Verständnis für den Eigentümer des Geländes, der sich in den laufenden Verhandlungen immer sehr kooperativ und professionell gezeigt habe. Die Stadt ihrerseits habe alles getan, um nach dem Rückzug des ursprünglichen Investors, der Gazit Gruppe, das Projekt auch für die neue Investorengruppe der Hahn AG, die großes Interesse gezeigt hatte, attraktiv zu gestalten. Dabei seien alle Möglichkeiten, die zur Verfügung standen, ausgeschöpft worden, da die Stadt ein großes Interesse daran hat, den „Kinzigbogen“ zu verwirklichen.

Dennoch seien auch diesen Bemühungen Grenzen gesetzt. „Wir sind schließlich der Verlässlichkeit im Umgang mit all unseren Partnern verpflichtet. Das heißt, einigen nachträglich vorgebrachten Wünschen nach Sortimentserweiterungen mussten wir eine klare Absage erteilen.“ Investoren in Hanau müssen sich nach Kaminskys Worten darauf verlassen können, dass sich die Spielregeln nicht unversehens ändern. „Die Investoren an anderer Stelle in der Stadt haben einen Anspruch darauf, dass nicht plötzlich Wettbewerbssituationen entstehen, die wir zuvor noch explizit ausgeschlossen haben.“

Positiv sei außerdem anzumerken, ergänzt Baudezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold, dass die Stadt sich seinerzeit gegen einen vorhaben¬bezogenen Bebauungsplan für den „Kinzigbogen“ entschieden habe, der in einem Fall wie den jetzt eingetretenen Rückzug des Besitzers hinfällig geworden wäre. „Wir haben einen für das Gelände nach wie vor rechtsgültigen Bebauungsplan. Auch im Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans ist das Areal als Sondergebiet Einkauf berücksichtigt.“

Damit sei eine wesentliche Weichenstellung für die zügige Realisierung eines neustrukturierten Konzeptes bereits gegeben, fügt Oberbürgermeister Kaminsky noch hinzu und unterstreicht damit die Tatsache, dass die Stadt an ihrer grundsätzlichen Haltung zum Projekt „Kinzigbogen“ festhält. „Aufgeschoben bedeutet nicht aufgehoben.“

Quelle: Stadt Hanau

(Redaktion)


 


 

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