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Ausbildung

Gut ausgebildet: Lehrmittel für die berufliche Ausbildung

Der Nachwuchs ist für viele Unternehmen ein unverzichtbares Instrument für ihren Erfolg. Aus diesem Grund investieren sie viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung. Dabei kommen die verschiedensten Instrumente und Mittel zum Einsatz.

Das Ausbildungsjahr 2013/2014 hatte laut der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 511.613 Berufsausbildungsstellen zu bieten. Lediglich 20.872 Bewerber fanden keine Ausbildungsstelle. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Bewerber. Gleichzeitig stieg das Angebot an verfügbaren Berufsausbildungsstellen.

Für zukünftige Auszubildende zählt nicht nur, irgendeine Ausbildungsstelle zu finden. Sie möchten einen Beruf erlernen, der zu ihnen passt und sie ausreichend schult. Einer Umfrage von IfD Allensbach im Auftrag von McDonald’s zufolge erwarten 86 Prozent der Befragten von ihrer Ausbildung, auf den Berufsalltag vorbereitet zu werden. 77 Prozent wollen nicht nur Hilfstätigkeiten übernehmen, sondern sich richtig im Betriebsalltag integrieren und praxisnah sein. Weitere beliebte Antworten der Umfrage-Teilnehmer:

  • Auszubildende wünschen sich einen festen Ansprechpartner,
  • sie möchten viel Neues lernen und
  • eine angemessene Vergütung erhalten.

Nur wenige Auszubildende fürchten sich davor, dass die Ausbildung zu stressig ist (31 %).

Eine gute Ausbildung sichert die Zukunft des Unternehmens

Für Unternehmer ist die hochwertige Ausbildung des Nachwuchses genauso wichtig wie für die Auszubildenden selbst. Deutschland steht aktuell vor einem demografischen Wandel. Die Bevölkerung schrumpft und altert. In vielen Berufen fehlt Nachwuchs, der die älteren Angestellten ablösen kann, welche bald in Rente gehen werden. Nur eine gute Ausbildung kann dafür sorgen, dass ein Betrieb - ganze Branchen sogar - auch in Zukunft überleben können.

Unternehmen profitieren von einer guten Ausbildung dadurch, dass die jungen Menschen nach dem Abschluss dieser Lernzeit direkt ins Unternehmen einsteigen können. Während der Ausbildung lernen sie alle Techniken und Anforderungen kennen, bauen Beziehungen zu Kollegen auf und können dadurch ab dem ersten Tag als vollwertige Angestellte mit ihrer Arbeit beginnen. Das setzt aber auch voraus, dass Auszubildende während ihrer Lernzeit in das Unternehmen integriert und nicht als Randpersonen behandelt werden.

Die Voraussetzungen an ausbildendes Personal

Eine gute Ausbildung beginnt mit der Auswahl des Personals, welches sich um die Azubis kümmern wird. Diese Personen müssen fachlich und persönlich gemäß § 28 I BBiG für diesen Job geeignet sein. Die persönliche Eignung erfüllen Menschen, die gegen das Berufsbildungsgesetz verstoßen oder denen es verboten ist, Jugendliche und Kinder zu beschäftigen, nicht. Für die fachliche Eignung muss das Personal berufliche Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie arbeits- und berufspädagogische Kenntnisse besitzen.

Ausbildende müssen in erster Linie das Verständnis mitbringen, dass Azubis Menschen sind, die einen neuen - ihnen meist völlig fremden - Beruf erlernen. Ihnen fehlen viele Kenntnisse in diesem Bereich, die sie erst im Laufe der Jahre lernen werden. Dieser Lernprozess erfordert von beiden Seiten - insbesondere aber dem Ausbildenden - Verständnis, Nachsorge und Geduld. Für Azubis muss der Ausbildende ein Ansprechpartner sein, der ihnen bei Fragen die passende Antwort liefert und bereit ist, ihnen bei Problemen zu helfen.

Ausbildungsmittel: Materielle und immaterielle Helfer

Unternehmen sind nach § 14 Abs. 1 Nr. 3 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) dazu verpflichtet, Azubis Ausbildungsmittel kostenlos verfügbar zu machen. In die Kategorie Ausbildungsmittel fallen Werkstoffe und Werkzeuge, die in der gesamten betrieblichen Ausbildung und der abschließenden Prüfung ge- oder verbraucht werden. Je nach Ausbildungsberuf müssen Unternehmen folgende Ausbildungsmittel anbieten:

  • Maschinen & andere Geräte: Mikroskope, Werkstatt, Säge
  • Büroeinrichtungen: Schreibtisch, Regal, Bürostuhl
  • Bürotechnik: Computer, Tablets, Drucker
  • Büroorganisationsmittel: Aktenordner, Hefter, Mappen
  • Programme: Software
  • Schutzkleidung: Atemschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe
  • Übungsstücke: diverse Materialien, menschenähnliche Dummies
  • Lehrgänge

Ausbildungsmittel können folglich immaterieller und materieller Art sein. Das Unternehmen trägt für beide Kategorien die vollen Kosten. Laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) müssen Azubis lediglich für Lehrmittel in der Berufsschule zahlen.

Passende Lehrmittel für die Azubis erwerben

Ein Unternehmen kann seine Azubis nur dann zu ihrem vollen Potenzial lehren, wenn es über passende Lehrmittel verfügt. Lehrmittel stehen inzwischen für praktisch jede Branche zur Verfügung, angefangen bei Metall und Elektro über Bau und Erneuerbare Energien bis hin zu Luftfahrt und Fahrzeugtechnik. Das Technische Institut für Aus- und Weiterbildung Christiani bietet für jede einzelne Branche moderne Lehrmittel an, die sowohl den Unternehmen als auch jungen Menschen in der Ausbildung helfen, praxisnahe Kompetenzen zu vermitteln beziehungsweise zu erhalten.

Unternehmen, die jedes Jahr neue Ausbildungsstellen anbieten, haben zudem die Möglichkeit, Mittel zur Kompetenzfeststellung zu erwerben. Mithilfe dieser Produkte können Unternehmen Bewerber in puncto Eignung für bestimmte Berufe oder Projekte testen.

Wie Unternehmen eine hochwertige Ausbildung gestalten können

Die Akquise moderner Lehrmittel ist der erste Schritt in der modernen Ausbildung. Dieses Dokument (PDF; 157 KB) informiert, wie die Qualität der betrieblichen Ausbildung entwickelt und gestaltet werden kann. Das größte Problem der Unternehmen ist, dass es keine Definition für Qualität in der beruflichen Ausbildung gibt. Auch sind die Ansätze zur Qualitätssicherung und -entwicklung einzelner Bundesländer, Berufe und Unternehmen sehr verschieden. Unternehmen steht für diesen Zweck der sogenannte Qualitätswürfel zur Verfügung: Er enthält alle relevanten Qualitätsbereiche und bildet die Grundstruktur für eine hochwertige berufliche Bildung.

Eine weitere Hilfestellung ist das Projekt zur Qualitätssicherung in der betrieblichen Berufsausbildung des BiBB sowie das Dokument „Ausbildungsqualität in Deutschland aus Sicht der Auszubildenden“, welches einen Einblick in die Ansicht der Zielgruppe gibt.

(Redaktion)


 


 

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