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Schriftsteller Erich Loest ist Ehrendoktor der Uni Gießen

(bo/ddp-hes). Der Schriftsteller Erich Loest ist am Dienstag zum Ehrendoktor der Universität Gießen ernannt worden.

Die Dekanin des Fachbereichs Sprache, Literatur und Kultur, Cora Dietl, überreichte dem 83-Jährigen am Nachmittag die Ehrenpromotion der Philosophie. Loests Werke wie auch seine Biografie zeigten, auf welche Weise «beharrliches künstlerisches Engagement und Zivilcourage der friedlichen Revolution von 1989 vorgearbeitet und einen Beitrag zur inneren Einheit geleistet haben», begründete Dietl die Entscheidung.

Loest sei wie kein anderer deutschsprachiger Autor in die gesellschaftlich-politischen Konflikte nach 1945 hineingezogen worden, sagte der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs sei der Schriftsteller als Hitlers «letztes Aufgebot» einberufen worden. Nach der Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft holte er das Abitur nach und schrieb von 1947 bis 1950 für die «Leipziger Volkszeitung». Seit dem Erscheinen seines ersten Romans «Jungen, die übrigblieben» im Jahr 1950 arbeitete Loest als freischaffender Autor.

1957 wurde der Autor wegen seiner Opposition gegen das SED-Regime zu acht Jahren Haft im Gefängnis Bautzen verurteilt. 1981 reiste er in die Bundesrepublik. Seit Ende der 1980er Jahre ist Loests Thema vor allem die deutsche Teilung und Wiedervereinigung sowie die Geschichte der Stadt Leipzig. Sein Drehbuch und späterer Roman «Nikolaikirche» wurde als erfolgreicher TV-Mehrteiler verfilmt.

(ddp)


 


 

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