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Auszubildende

Heute schon an morgen denken!

In Kürze beginnt für mehr als eine halbe Million Jugendliche die Ausbildung. Während der ersten Wochen geht es vor allem darum, sich möglichst schnell in die neuen Aufgaben einzuarbeiten. Dabei sollten Auszubildende aber nicht vergessen, sich auch um das Thema der eigenen finanziellen Absicherung zu kümmern.

"Wer früher an Später denkt und mit dem Sparen zeitig beginnt, kann schon mit kleinen Beiträgen eine Menge erreichen", so die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Die Ausbildungsvergütung ist meistens tariflich festgelegt und fällt relativ gering aus. Da bleibt eigentlich nicht viel übrig zum Sparen."Dennoch kann sich ein Gespräch mit dem Vorgesetzten lohnen", raten die Finanzspezialisten, "denn viele Unternehmen bieten finanzielle Zusatzleistungen für ihre Mitarbeiter an."

Die DVAG stellt zwei Möglichkeiten der Altersvorsorge vor, bei denen Azubis oft auf die Unterstützung ihres Arbeitgebers bauen können.

Vermögenswirksame Leistungen - bis zu 40 Euro zusätzlich vom Chef

Auszubildende sollten zunächst mit ihrem Arbeitgeber klären, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe dieser Vermögenswirksame Leistungen für Auszubildende erbringt. Das können bis zu 40 Euro monatlich sein. Sind es weniger, kann der Betrag mit freiwilligen Zahlungen aus der eigenen Ausbildungsvergütung aufgestockt werden.
Zudem fördert der Staat bestimmte Anlagen mit einer Sparzulage - bei Bausparverträgen sind das 9 Prozent und bei Fondssparplänen 20 Prozent. Manche Firmen bieten Vermögenswirksame Leistungen allerdings erst nach der Probezeit an.

Sind alle Punkte geklärt, schließt der Auszubildende am besten selbst einen Anlagevertrag ab, beispielsweise über einen Vermögensberater. Wer jünger als 18 Jahre alt ist, braucht zum Vertragsabschluss die Unterschriften der Erziehungsberechtigten. Der Arbeitgeber erhält danach eine Kopie des Vertrages und überweist die Vermögenswirksamen Leistungen, gegebenenfalls einschließlich der freiwilligen Zahlungen aus dem Gehalt des Auszubildenden, regelmäßig auf das vom Auszubildenden bestimmte Anlagekonto.

Betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung

Eine weitere Möglichkeit ist die betriebliche Altersvorsorge. Hier wählen viele Unternehmen die Entgeltumwandlung, bei der die monatlichen Beiträge des Arbeitnehmers direkt von dessen Bruttogehalt abgehen. Das Modell bietet einen besonderen Vorteil: "Das niedrigere Bruttoeinkommen senkt die Steuerhöhe. Der Betrag, auf den der Arbeitnehmer effektiv verzichtet, ist also niedriger als seine Einzahlungen in die eigene Altersvorsorge", erklären die DVAG-Experten.

Für beide Varianten gilt: Je früher Arbeitnehmer mit dem Sparen beginnen, desto höher fällt der Zinseszinseffekt aus. Auszubildende sollten sich daher nach den Möglichkeiten und der üblichen Praxis innerhalb des Unternehmens erkundigen, beispielsweise bei der Personalabteilung. Das Gespräch selbst sollte dann mit dem eigenen Chef persönlich geführt werden. Dabei ist es wichtig, behutsam vorzugehen und den richtigen Zeitpunkt auszuwählen anstatt unangemeldet sein Anliegen vorzubringen. Eine vorherige Terminabsprache schafft die richtigen Rahmenbedingungen.

Folgende Grundregeln helfen während des Gesprächs, aber auch im Berufsalltag:

Vor- und Nachbereitung

- Eigene Ziele festlegen und Argumente aufschreiben

- Hilfreich: mit einem Freund oder Familienmitglied die Situation vorher durchspielen

- Gesprächsverlauf und getroffene Vereinbarungen während oder nach dem Gespräch notieren

Rhetorik und Auftreten

- Anliegen sachlich darstellen

- Ruhig, freundlich und offen auftreten
- Aufmerksam zuhören und für Kompromisse offen sein Für das Gespräch bedanken

Konfliktfähigkeit

- Bei Differenzen weiterhin bewusst höflich und
sachlich bleiben

- Kritik erkennbar ernst nehmen und Lernbereitschaft zeigen

- Gegebenenfalls um Bedenkzeit bitten und zweiten Gesprächstermin vereinbaren

(ots/ DVAG)


 


 

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