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Ein deutscher Autozulieferer

Autozulieferer Getrag will Standort Ludwigsburg schließen

(bo/ddp.djn). Ein deutscher Autozulieferer ist einem Medienbericht zufolge ins Trudeln geraten. Die Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung des baden-württembergischen Getriebebauers Getrag und der Gewerkschaft seien ergebnislos beendet worden, sagte Hubert Dünnemeier von der baden-württembergischen IG-Metall-Bezirksleitung am Dienstagabend im Gespräch mit «Handelsblatt.com». Demnach will die Unternehmensleitung den Standort Ludwigsburg schließen und dort insgesamt 380 Mitarbeiter entlassen. Auf diese Weise sollten 27 Millionen Euro eingespart werden. Alternativ ließe sich der Standort noch zwei Jahre mit lediglich 100 Beschäftigten weiterführen. Diese müssten dann aber einen Einsparbetrag von fünf Millionen Euro erbringen.

Dünnemeier sagte «Handelsblatt.com», Getrags Konsortialbanken hätten die Unternehmensberatung Roland Berger damit beauftragt, die Getrags Kreditwürdigkeit und die Planung bis 2011 zu untersuchen. Ausgelöst wurden die Probleme des Familienunternehmens mit insgesamt gut 3000 Beschäftigten vor allem durch den faktischen Wegfall eines Großauftrags des angeschlagenen US-Autobauers Chrysler über jährlich 700 000 Doppelkupplungsgetriebe. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Autobranche verschärfte die Situation dem Bericht zufolge weiter.

Der Gewerkschaft zufolge droht die Getrag-Geschäftsführung, Produktion an Auslandsstandorte in Schweden, Italien und in der Slowakei zu verlagern, wenn keine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern gelänge. Dann komme es auch in den anderen deutschen Werken zu Arbeitsplatzabbau. Vom Unternehmen war dem Vernehmen nach am Dienstagabend keine Stellungnahme zu bekommen.

(Redaktion)


 


 

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