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Globale Chancen nutzen

Banken helfen beim Markteintritt im Ausland

Nur knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen ist derzeit im Auslandsgeschäft aktiv. Und laut einer Studie der Mittelstandsbank der Commerzbank sehen auch nur weitere gut zehn Prozent die Möglichkeit, in globale Märkte einzutreten. Dass diese Zahl nicht größer ist, liegt vor allem daran, dass die Unternehmen die Risiken überschätzen.

„Chancen ergreifen!“ lautet deshalb auch der eindeutige Aufruf, der aus dem Papier mit dem Titel „Mittelstand – Wachstum durch Internationalisierung“ hervorgeht, für das TNS Infratest rund 4.000 Unternehmen befragt hat. Zwar hätten die Unternehmen erkannt, dass besonders Schnelligkeit ihre Marktchancen fördere, aber dennoch zeige der Mittelstand hier weiterhin deutliche Schwächen. Zu schwer wiegt die Sorge, die Hausbanken könnten für das Auslandsgeschäft nicht gut genug vorbereitet sein.

Mehr als zwei Drittel aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind Kunden der Sparkassen. Und die bieten umfangreiche Servicepakete für international tätige Unternehmen an. Mit der S-CountryDesk GmbH, der bereits über 100 regionale Sparkassen deutschlandweit angeschlossen sind, verfügt die Sparkassenorganisation über ein international agierendes Netzwerk mit umfangreichem Erfahrungsschatz.

„Wir können unseren Kunden dadurch gerade beim Markteintritt einzigartige Hilfestellungen geben“, erklärt Michael Klieber, Leiter der Abteilung „Internationales Geschäft“ bei der Sparkasse Hanau. „Zwar machen wir dabei nicht alles selbst, aber wir vermitteln absolut kompetente, zuverlässige Partner – und das in über 100 Ländern weltweit.“ So ist es auch möglich, ein ausländisches Geschäftskonto gleich im Main-Kinzig-Kreis zu eröffnen.
Darüber hinaus vermittelt die Sparkasse auch Dienstleistungspartner mit Sprachkompetenz in der gewünschten Zielregion und hilft, die ersten Büroräume zu finden. Dabei kooperiert sie mit den deutschen Außenhandelskammern. Gemeinsam bietet man in den „German Centers“ von Beijing, Jakarta, Mexiko-Stadt, Schanghai und Singapur Räumlichkeiten zur Miete an. Die Mieterliste gleicht einem „Who is who“ der deutschen Wirtschaft ...
„Wenn es dann an den Kauf von Infrastruktur geht, können wir die Finanzierung begleiten. Entweder sind wir selbst Kreditgeber oder wir vermitteln einen ausländischen Partner“ schildert Michael Klieber seine Möglichkeiten. Bereits im vorgelagerten Schritt – der Erkundung von Marktchancen und der Durchführung von Marktstudien – kann die Sparkasse über die Ver- mittlung eines KfW-Unternehmerkredits Finanzmittel bereitstellen.

Kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) gewährt die KfW-Mittelstandsbank für den Markteintritt Kredite bis zu einem Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro. Dabei können Kosten für Marktstudien sowie Forschung und Entwicklung (inklusive Personalkosten) vollständig einbezogen werden. Diese dürfen bis zu 30 Prozent der Kreditsumme aus-machen. In der Regel erfolgt die Rückzahlung über eine Laufzeit von 10 Jahren – bei zwei tilgungsfreien Anfangsjahren, während denen nur die vereinbarten Zinsen anfallen.
Wenn der Projektrahmen dann einmal steht, kann die Sparkasse über ihr Netzwerk auch bei der Anbahnung von Geschäftskontakten mithelfen, Gesuche in lokalen Medien und speziellen Suchmaschinen platzieren. Und sogar für einen Unternehmenskauf im Ausland hat sie die richtigen Partner parat. Für die Finanzierung von Produktionsanlagen steht die Deutsche Leasing bereit, Mitglied im S-CountryDesk.

„So können wir tatsächlich die komplette Abwicklung des Auslandsgeschäfts unserer Kunden begleiten und mitgestalten“, resümiert Michael Klieber. Einen besonderen Kompetenzschwerpunkt besitzen Klieber und sein Team im asiatischen Raum: Die Sparkasse Hanau arbeitet eng mit dem Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreis (www.daw-ev.de) zusammen und kann hochkarätige Kontakte vermitteln. Den Unternehmern rät der Finanzfachmann, „mal bei ihrer Bank oder Sparkasse vorbeizuschauen“ und sich nach den Möglichkeiten zu erkundigen.

mehr Informationen: www.erfolgreich-im-ausland.de

Quelle: 360° - Das Wirtschaftsmagazin, Herausgeber Main-Kinzig-Kreis, Ausgabe 3/2008

(Redaktion)


 


 

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