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EU-Kommission

Banken sollen mehr Risiken tragen

(bo/ddp.djn). Die EU-Kommission will Banken zwingen, Risiken bei Wertpapieren stärker selbst zu tragen. Außerdem sollen sie grenzüberschreitend kontrolliert werden, wie die «Süddeutsche Zeitung» (Mittwochausgabe) berichtet. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy bereite schärfere Regeln für Banken vor. Unter anderem woll McCreevy, dass Banken künftig einen Teil der Risiken selbst tragen, wenn sie Wertpapiere oder Anteilsscheine verkaufen. Das gehe aus einem Richtlinien-Entwurf hervor, der der Zeitung vorliegt und den die EU-Kommission diese Woche beraten will.

Demnach sollen Banken fünf Prozent der Risiken über Eigenkapital
selbst absichern. Dabei will der Kommissar den protestierenden Banken
offenbar entgegenkommen. Ursprünglich wollte die Kommission, dass die
Banken selbst mindestens 15 Prozent der Risiken über Eigenkapital
absichern sollten.

McCreevy will außerdem grenzüberschreitend tätige Banken künftig
einer europäischen Gruppenaufsicht unterstellen. Das betrifft in der
EU etwa 40 Banken. Das Gremium soll dafür sorgen, dass regelmäßig
Informationen zwischen Tochter- und Muttergesellschaften ausgetauscht
werden.

McCreevy will auch die Vergabe von Großkrediten einschränken, die
sich Finanzinstitute untereinander gewähren. Bisher dürfen Banken
beispielsweise an Technologiekonzerne wie Siemens nur Kredite in
einer Höhe vergeben, die maximal 25 Prozent des haftenden
Eigenkapitals der Bank entsprechen. Diese Einschränkung soll künftig
auch dann gelten, wenn sich Banken untereinander Geld leihen.

(rheinmain)


 


 

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