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Börse, 30. Januar

Banken unter Druck

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Der DAX büßte 2,0 Prozent auf 4428 Punkte ein. Der MDAX ging um 2,1 Prozent auf 5066 Zähler zurück und der TecDAX verlor 2,7 Prozent auf 482 Punkte. Am Nachmittag gerieten die Kurse mit der schwachen Eröffnung an der New Yorker Wall Street deutlicher unter Druck. Immerhin habe der DAX seit Wochenbeginn um rund sieben Prozent zugelegt, sagte ein Händler. Auf dem Aktienmarkt lasteten zudem Gerüchte um eine Gewinnwarnung von BMW sowie Gewinnmitnahmen bei den zuletzt stark gestiegenen Bankentiteln.

In New York gab der Dow-Jones-Index bis 17.45 Uhr MEZ 1,6 Prozent auf 8244 Punkte nach. Der Nasdaq Composite verlor 2,1 Prozent auf 1525 Zähler. Nach den kräftigen Kursgewinnen zur Wochenmitte belastete eine Kombination aus schwachen Konjunkturdaten und teils schlechten Quartalszahlen den Markt, hieß es.

Der Euro gibt bis zum Abend weiter zum Dollar nach. Gegen 17.45 Uhr notierte er bei 1,3025 Dollar. Devisenhändler verwiesen einerseits auf den angesichts der Kursverluste an den Aktienmärkten in Europa und den USA gesunkenen Risikoappetit der Anleger. Darüber hinaus erhole sich der Dollar von den Verkäufen im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,3111 Dollar festgestellt.

 Im DAX standen vor allem Deutsche Bank unter Druck. Die Papiere verloren 6,4 Prozent auf 20,74 Euro. Postbank gaben 4,6 Prozent auf 9,10 Euro. Bei den Banken nahmen Investoren nach den jüngsten starken Kursaufschlägen offenbar Gewinne mit. Auch die Autowerte litten unter Abgaben: Volkswagen verbilligten sich um 4,9 Prozent auf 255,00 Euro und Daimler und BMW gaben zwischen 3,5 und vier Prozent nach. Die wenigen Gewinner wurden von BASF angeführt, die sich um 3,4 Prozent auf 23,63 Euro verteuerten. Im Handel wurde auf die sehr gut gelaufene Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro verwiesen. Gesucht waren auch MAN. Leichte Gewinne verzeichneten auch SAP und ThyssenKrupp.

In der zweiten Reihe verloren Hypo Real Estate 12,5 Prozent auf 1,47 Euro. Kreisen zufolge tritt am Freitagmittag die Leitung des Bankenrettungsfonds SoFFin zusammen. Ob bei dem Treffen auch eine Entscheidung zur angeschlagenen HRE getroffen wird, müsse man aber abwarten, hieß es. Kuka büßten nach einer Abstufung 9,7 Prozent auf 9,42 Euro ein. Aareal Bank und Arcandor verloren jeweils mehr als sechs Prozent. Dagegen stiegen Demag Cranes um fast fünf Prozent auf 18,66 Euro. Auch MLP und Hannover Rück zählten zu den gesuchten Werten.

Im TecDAX verzeichneten Wirecard ein Minus von 9,3 Prozent auf 4,38 Euro. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 49 Millionen Euro erzielt. Die Zahlen sind nach Einschätzung eines Analysten schwächer als erwartet ausgefallen. Der Ausblick wurde zudem als «nicht prickelnd» beschrieben. Q-Cells reduzierten sich um 7,8 Prozent auf 19,20 Euro. Mit Kursgewinnen von mehr als zwei Prozent beendeten Kontron und Bechtle den Handel.

(Redaktion)


 


 

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