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Demokratie

Banzer verteidigt Ergebnisse des Bildungsgipfels

(bo/ddp-hes). Hessens geschäftsführender Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) hat Kritik an den Ergebnissen des Dresdner Bildungsgipfels zurückgewiesen. «In einer Demokratie sind solche Weichenstellungen für mehr Bildung nicht schlagartig über Nacht erreichbar», betonte Banzer am Donnerstag in einem ddp-Interview in Wiesbaden. Er sei «erst einmal froh», dass der Gipfel überhaupt stattgefunden habe. Die dort gefällte Entscheidung, die Ausgaben für Bildung und Forschung «auf zehn Prozent des Volkseinkommens» anzuheben, sei schließlich etwas, an dem «keiner vorbei kann», sagte der Minister.

«Natürlich kann man sagen, es wäre schön gewesen, wenn man gleich
geklärt hätte, woher das Geld kommt und wer wie viel zahlt», sagte
Banzer. Man habe jedoch die föderal organisierte « Demokratie falsch
verstanden, wenn man die schnellen und platten Antworten will». Der
Wettbewerb der Bundesländer untereinander um den besten Weg in der
Bildungspolitik sei eine gute Sache. Wenn in Deutschland nicht in
allen Ländern alle Probleme gleichzeitig gelöst würden, werde immer
behauptet, mit zentralen Strukturen wäre alles besser. «Das bestreite
ich. Ich bin mir sicher, es würde schlechter sein», sagte Banzer.

Zur Aussage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die
von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgerufene «Bildungsrepublik
Deutschland» sei nach den Ergebnissen des Gipfels tot, sagte der
Minister: «Ich würde mir wirklich wünschen, dass die GEW die Welt
etwas positiver sieht.» Nach «solch einem Aufbruch» alles derart
negativ darzustellen, sei «kein guter Dienst am Bildungssystem».

(rheinmain)


 


 

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