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Beamtenbund warnt vor «Wettlauf» um Fachkräfte im öffentlichen Dienst

(bo/ddp.djn). Der Beamtenbund Baden-Württemberg (BBW) warnt vor einem Wettbewerb der Länder um Fachkräfte für den öffentlichen Dienst. «In allen Segmenten des öffentlichen Dienstes wird es jetzt eng», sagte BBW-Chef Volker Stich der Nachrichtenagentur ddp in Stuttgart.

Unter den Bundesländern werde ein «Wettlauf um die besten» Fachkräfte ausbrechen. Zwar werde Baden-Württemberg «weiterhin hochattraktiv bleiben», weil das Land «sehr finanzstark» sei. Die armen Länder jedoch «werden untergebuttert» und müssten das nehmen, «was übrig bleibt», kritisierte Stich und warnte vor einem Nord-Süd-Gefälle in Deutschland.

Im Südwesten herrsche bereits Fachkräftemangel bei Lehrern, der technischen Fachverwaltung etwa in der Gewerbeaufsicht und der Lebensmittelüberwachung sowie bei der Polizei. In den kommenden zwei bis drei Jahren werde der Mangel überall «absolut transparent». Um neue Fachkräfte zu bekommen, werde Baden-Württemberg bei der Besoldung «etwas drauflegen müssen», sagte Stich. Nötig seien für alle Beamtengruppen Zulagen, wie sie die Regierung bereits für Berufsschullehrer anbiete.

Die Gewerkschaft fordert gemeinsam mit ver.di in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Landesbeamten acht Prozent mehr Geld. Letzten Endes «müssten fünf Prozent rauskommen», sagte Stich. Die Erhöhungen könnten den privaten Konsum anregen und so den Wirtschaftsabschwung abfedern. Der BBW-Chef kritisierte die unterschiedliche Besoldung von Landes- und Bundesbeamten sowie der Angestellten. Es sei eine «Frage der Gerechtigkeit», dass die Verdienste für die gleiche Arbeit gleich hoch seien.

(Redaktion)


 


 

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