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Niederlegung

IG Metall Frankfurt ruft Beschäftigte bei ABB zu Warnstreik auf

(bo/ddp-hes). Die Gewerkschaft IG Metall in Frankfurt ruft die Mitarbeiter der Firma ABB in Alzenau (Bayern) zu einem dritten Warnstreik auf.

Am Montag (21. Juni) sollen die Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen, um erneut für einen Sozialtarifvertrag zu kämpfen. Gleichzeitig finden Verhandlungen der Gewerkschaft und der Arbeitgeberseite statt; wegen der Anwendung der hessischen Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie ist der zuständige Arbeitgeberverband Hessenmetall daran beteiligt.

Das Unternehmen will nach Gewerkschaftsangaben etwa 200 Stellen in
Alzenau streichen, die Arbeitsplätze in der Produktion sollen nach
Göttingen und Minden verlagert werden. Die Betriebsratsvorsitzende
Susanne Nagel sagte, es sei «völlig unverständlich, wie ABB an dem
Verlagerungskonzept festhalten kann, wo doch offensichtlich ist, dass
die dafür unbedingt erforderlichen Beschäftigten aus Alzenau den
Wechsel nach Göttingen und Minden nicht mitmachen werden.» ABB
gefährde für einen relativ geringen Kostenvorteil den gesamten Umsatz
des Geschäftsgebiets mit Temperatur- und Durchflussmesstechnik.

Die ABB Automation Products GmbH mit Sitz in Ladenburg
(Baden-Württemberg) ist eigenen Angaben zufolge an fünf
Produktionsstandorten vertreten: Alzenau, Cottbus, Göttingen,
Ladenburg und Minden. Das Unternehmen beschäftige 1250 Mitarbeiter.
Das Kerngeschäft liege in der Entwicklung, der Herstellung und dem
Vertrieb von Instrumenten für die Durchfluss-, Druck-, Temperatur-
und analytische Messtechnik sowie Schaltanlagen und elektrischen
Antrieben und Motoren.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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