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Vier Wochen Werbung für Hessen im Hörsaal

Bei der Internationalen Sommeruniversität lernen ausländische Studenten das Leben in Hessen kennen.

Während ihre Kommilitonen sich nach einem langen Semester in Marburg am Beckenrand von Schwimmbädern sonnen, sitzt Simone Ritter mit Stift und Papier in einem Seminar zum Arabischen Frühling. Um sie herum sind 39 weitere Freiwillige - aus verschiedenen Teilen der Welt: Kanada, Dubai, Israel, USA oder Palästina. Seit etwa vier Wochen besuchen sie Kurse der sogenannten Internationalen Sommeruniversität (ISU) in Marburg.

Die Stadt ist eine von insgesamt sechs hessischen Hochschulorten, die in diesem Jahr die ISU veranstalten. Mit mehrals 250 Teilnehmern in Kassel, Gießen, Frankfurt, Fulda und Marburg ist die ISU seit ihren Anfängen 1999 mit damals etwa 50 Teilnehmern stark gewachsen. Neben jeweiligen Seminaren zu Finanzwirtschaft oder Biotechnologie bieten die Hochschulen den meistens ausländischen Studenten auch Ausflüge an, veranstalten Filmabende und Podiumsdiskussionen. "Die ISU ist ein in Deutschland einmaliges Programm", sagt der Sprecher des hessischen Wissenschaftsministerium Ulrich Adolphs.

Land Hessen bezuschusst die ISU mit 175.000 Euro

Etwa 2.000 Euro zahlt jeder Student für die vier Wochen Aufenthalt. In den meisten Fällen greifen die Studenten dabei auf Förderprogramme ihrer Heimatuniversitäten zurück. Weitere 175.000 Euro zahlt das Land Hessen in diesem Jahr. Laut Adolphs Geld, das gut in die Zukunft des Landes investiert ist. "Klar machen wir hier Werbung", betont der Ministeriumssprecher im Hinblick auf den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Die ausländischen Studenten sollten sehen, dass man in Hessen gut leben und studieren könne. Wenn sie sich über das Land vor Ort überzeugten, stünden die Chancen besser, dass sie wiederkämen, als wenn sie das in einem Werbeprospekt läsen. Wie viele Studenten sich allerdings nach den Programmen für ein Leben in Hessen bereits entschieden hätten, könne er nicht beziffern.

Trotzdem wolle das Ministerium auch in Zukunft in die ISU investieren. "Wir wollen an der in diesem Jahr veranschlagten Summe festhalten", sagt Adolphs. Größere Summen seien hingegen auch wegen der bald geltenden Schuldenbremse in Hessen nicht möglich.


 


 

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