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Österreichische Zielpunkt-Filialen von Tengelmann übernommen

(bo/ddp-hes). Der Beteiligungsfonds BluO will noch bis Ende des Jahres weitere Unternehmen aufkaufen. «Ich gehe davon aus, dass in diesem Jahr noch zwei bis drei Akquisitionen dazu kommen werden», sagte BluO-Gründer Peter Löw am Montag in Frankfurt am Main.

Von den zum Start des Fonds im Oktober 2008 eingesammelten 200
Millionen Euro Fondsvermögen seien bislang erst 120 Millionen
investiert worden. Am Montag war bereits die Übernahme der
österreichischen Zielpunkt-Filialen vom Lebensmittelkonzern
Tengelmann bekanntgeworden.

Die Zielpunkt-Märkte sind das Pendant zur deutschen
Discounterkette Plus. Löw kündigte an, in den 319 österreichischen
Filialen mit rund 3000 Mitarbeitern in Zukunft verstärkt auf
heimische Produkte und die Entwicklung eigener Marken setzen zu
wollen.

Erstmals legte BluO am Montag auch Zahlen für die 2009 erworbenen
Unternehmen vor. Der Fonds mit Sitz in Luxemburg hatte im vergangenen Jahr insgesamt sieben Unternehmen erworben, bei denen
Umstrukturierungsmaßnahmen erforderlich waren. Bis auf die
Werkstattkette Pit Stop schrieben den Angaben zufolge alle anderen
Unternehmen in den ersten vier Monaten 2010 schwarze Zahlen. Pit Stop mit seinen rund 400 Filialen verzeichnete von Januar bis April 2010
einen Fehlbetrag von 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte
das Minus noch bei 2,5 Millionen Euro gelegen. Bis Ende des Jahres
will die Kette mit seinen rund 1500 Mitarbeitern einen Gewinn vor
Steuern in Höhe von 3,6 Millionen Euro erwirtschaften.

Vor allem bei den im März 2009 übernommen Adler Modemärkten konnte der Negativtrend gestoppt werden. In den ersten vier Monaten 2009 hatte Adler mit seinen insgesamt 123 Filialen noch ein Minus von 20,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Von Januar bis April 2010 konnte nach
Unternehmensangaben hingegen ein Ergebnis vor Steuern von 0,5
Millionen Euro erreicht werden. Für das Gesamtjahr hofft die
Bekleidungskette auf einen Gewinn vor Steuern von knapp 10 Millionen
Euro.

Das bayerische Chemieunternehmen AlzChem konnte seinen Umsatz vor Steuern in den ersten vier Monaten des Jahres gegenüber dem
Vorjahreszeitraum verdreifachen. Für das Gesamtjahr rechnet das
Unternehmen mit einem Gewinn vor Steuern von 13,7 Millionen Euro
(2009: 9,4 Millionen). BluO-Gründer Löw verteidigte vor allem den
umstrittenen Verkauf des AlzChem-eigenen Kraftwerks. Zwar würden
dadurch Strommehrkosten von jährlich 3 bis 5 Millionen Euro
entstehen. Allerdings könnten durch den Verkauf auch jährlich
zwischen 6,7 und 7,7 Millionen Euro eingespart werden.

Im Portfolio von BluO befinden sich nach eigenen Angaben
Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von einer Milliarde Euro und mehr als 8000 Mitarbeitern. Über ihre Eigentümer ist auch die
Nachrichtenagentur ddp mit BluO verbunden.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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