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Börse muss bei VW sofort handeln

(bo/ddp-hes). Nach dem explosionsartigen Kursanstieg der VW-Aktie hat der Finanzexperte Wolfgang Gerke die Haltung der Deutschen Börse kritisiert. «Die Börse muss die Gewichtung der VW-Aktie im DAX sofort reduzieren», forderte Gehrke am Dienstag im Internetportal boerse.ard.de. Ein einzelner Wert dürfe dem offiziellen Regelwerk zufolge nicht mehr als zehn Prozent Gewicht im Index haben, sagte Gerke. Die VW-Aktie habe aber mittlerweile einen etwa doppelt so hohen Anteil am Index. Die Deutsche Börse müsse sofort handeln und die Gewichtung reduzieren.

Der Frankfurter Börsenbetreiber will laut boerse.ard.de dagegen
erst beim nächsten regulären Sitzungstermin des Börsenrates am 3.
Dezember über weitere Schritte entscheiden. «Das geht meiner Meinung
nach nicht, sonst wird der Kleinanleger vorgeführt», sagte Gerke. Der
DAX solle die Wirtschaftskraft deutscher Unternehmen abbilden. Darauf
verließen sich viele Kleinanleger, die ihr Geld breit angelegt und
etwa in den Index investiert hätten. Es sei die Pflicht der Börse,
den DAX zu pflegen. Mit ihrem Verhalten liefere die Börse zudem den
Kritikern von Spekulationsgeschäften Munition.

Die Aktien des größten europäischen Autokonzerns Volkswagen hatten
am Dienstag ihren Höhenflug fortgesetzt. Am Vormittag knackten die
Papiere an der Frankfurter Börse kurzzeitig die 1000-Euro-Marke. Um
10.40 Uhr notierten die Papiere mit einem Aufschlag 70 Prozent bei
884,52 Euro. Zuvor hatten die Papiere einen vorläufigen Höchstwert
von 1005,01 Euro erreicht. Bereits am Vortag legte die Aktien um
146,6 Prozent auf 520,00 Euro zu. Händler bezeichneten dies als
«grotesk». Ohne die Zugewinne bei VW wäre der DAX laut Analysten
längst unter die wichtige 4000-Punkte-Marke gefallen. So aber schloss
der Index um 0,9 Prozent fester bei 4334 Punkte.

Wolfgang Gerke gilt als einer der profiliertesten deutschen Bank-
und Börsenexperten. Als Professor für Bankbetriebslehre und
Finanzwirtschaft lehrte er rund 30 Jahre lang an verschiedenen
Universitäten. Er ist Mitglied des Börsenrates der Frankfurter Börse.

Quelle: www.pixelio.de

(Redaktion)


 


 

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