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MARKTKOMMENTAR AKTIEN-HELABA

Börsen setzen auf technische Erholung des Vortages fort

Die technische Erholung an der Wall Street setzte sich gestern, mit höherem Tempo fort. Ange-trieben wurden die Marktteilnehmer von der Hoffung, dass die Regierung kurz davor steht, eine „Bad Bank“ zu gründen. Zudem machte die Nachricht die Runde, dass die US-Notenbank mögli-cherweise langlaufende Staatanleihen kaufen möchte, um die Kreditmärkte zu unterstützen. In der Folge kletterte der Finanzsektor um stattliche 13 %. Präsident Obama`s 825 Mrd. $-Konjunktur-programm sollte noch gestern dem Senat vorgelegt werden. Man darf gespannt sein, ob von die-sem nochmals Marktimpulse ausgehen. Die gestern vorgelegten Quartalszahlen waren wenig in-spirierend: Boing und AT&T verloren deutlicher, das Zahlenwerk von Wells Fargo war in-line, während ConocoPhillips die Schätzungen übertreffen konnten. Bemerkenswert ist, dass Boing einen Jobabbau von rund 10.000 Stellen angekündigt hat, bei Starbucks sollen bis zu 7.000 Ar-beitsplätze wegfallen.

Auch heute ist der Unternehmensberichtskalender wieder gut gefüllt. U.a. werden KLA-Tencor, 3M, Altria, Amazon, American Electric Power, AutoNation, Black & Decker, Broadcom, Celgene, Colgate-Palmolive, Eastman Chemical, Eli Lilly, Ford, Juniper Net-works und Monster Worldwide berichten. Bei den US-Konjunkturdaten wird man auf die Auftrags-eingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Neu-bauverkäufe achten. Nach der Erholungs-bewegung der vergangen Tage, ist ein Blick auf den Chart des marktbreiten S&P 500 interessant. Wie in der Grafik zu erkennen ist, hat der Index eine recht wichtige Widerstandslinie im Bereich von 874 Zählern erreicht. Hier wird sich nun zeigen, ob der Markt über genügend Kraft verfügt, um dieses markante Level zu überwinden. Sollte der Ausbruch gelingen, wäre Potenzial bis auf 900 / 930 Zähler vorhanden. Ein Scheitern würde entsprechend ein neues Impulstief nach sich ziehen. Es bleibt also spannend.

Auch hierzulande stand das Thema „Bad Bank“ und die damit verbundene Hoffnung auf eine Bereinigung der Bankbücher im Fokus. In der Folge kletterte der Dax um deutliche 4,5 % auf 4.518 Zähler. Allem voran waren Banktitel gefragt. Die Aktien der Deutschen Bank legten um 21,97 % auf 22,15 € zu, Commerzbank (+18,18 %) und Deutsche Postbank (+14,94 %) vollzogen ebenfalls eine outperformance. Lediglich 2 Aktien verbuchten Kursverluste. Für Merck ging es um 1,08 % nach unten während Beiersdorf 0,35 % verlor. Neben den Bankaktien standen auch zyklische Werte wieder in der Gunst der Anleger. So kletterten z.B. Daimler um 6,6 %, MAN um 9 % und Salzgitter um 8,8 %. Angesichts der Kursgewinne der letzten Tage hat sich auch das kurzfristige Chartbild des Eurostoxx 50 (siehe Grafik) verbessert.

Insbesondere bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Speed Resistance Line im Bereich von 2.280 Zählern überwunden wurde. Diesen „Ausbruch“ gilt es nun zu bestätigen. Gelingt das (idealerweise auf Schlusskursbasis), wäre die Marke von 2.404 Punkten das nächste Kursziel. Ein Scheitern würde dazu führen, dass die sehr kurzfristige und steile Aufwärtslinie (durch die zuletzt steigenden Tiefpunkte) unterschritten wird, was entsprechend zu einer erhöhten Bewegungsdynamik nach unten sorgen würde. Wie aus den Formulierungen hervorgeht, kann keine abschließende Beurteilung vorgenommen werden. Vielmehr gilt es die „Entscheidung des Marktes“ abzuwarten.

Deutsche Telekom
In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Telekom
und ihrer Servicegesellschaften hat das Unternehmen nunmehr ein konkretes
Angebot vorgelegt. Der Bonner Konzern schlägt laut Mitteilung vom Mittwoch eine schrittweise Erhöhung der Entgelte von insgesamt 5,5% über zwei Jahre vor bei gleichzeitiger Verlängerung des Kündigungsschutzes um ein weiteres Jahr. (Dow Jones)

E.ONDer französische Gas- und Stromanbieter Poweo prüft angeblich die Einbindung in einen großen Energiekonzern. Die Düsseldorfer E.ON AG soll Interesse an einem Einstieg haben. Poweo behalte sich alle Optionen offen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach entsprechenden Berichten mit. (verivox.de)

ThyssenKrupp
Das Stahlunternehmen verhängt laut "Handelsblatt" zusätzlich zu den geplanten
Einsparungen faktisch einen Investitionsstopp für die Sparten Anlagenbau und
Werften, Aufzüge sowie technische Dienstleistungen, um eine  Liquiditätsklemme zu vermeiden. Ein Firmensprecher sagte dem Blatt dazu: "Akle Projekte werden noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Einen generellen Investitionsstopp gibt es nicht." (REUTERS)

BNP
Standard&Poor's hat das Langfristrating der BNP Paribas SA auf "AA" von zuvor
"AA+" gesenkt. Gleichzeitig bestätigte die Ratingagentur am Mittwoch das kurzfristige Rating der Pariser Bank von "A-1+". Der Ausblick sei weiter negativ, teilte S&P weiter mit. Die am 17. Dezember begonnene Bonitätsprüfung sei damit abgeschlossen. (Dow Jones)

Continental
Bundesfinanzminister Steinbrück lehnt staatliche Hilfen für SCHAEFFLER ab, wie er der "Berliner Zeitung" sagte. Am späten Mittwochabend trafen sich Vertreter von Schaeffler, Conti, des Bundes und der meistbetroffenen Bundesländer, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. "Die Gespräche waren konstruktiv." Maria Elisabeth Schaeffler zeigte sich in der "Bild"-Zeitung zuversichtlich, Lösungen zu finden. Abgesagt werden könne die Conti-Übernahme nicht mehr. (REUTERS)

WireCard
Die Wirecard AG kann nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr
2008 eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Der vorläufige
Konzern-Jahresumsatz stieg um 47 Prozent von 134,2 Mio. Euro auf 196,8 Mio.
Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 48 Prozent von 33,1 Mio. Euro auf 49 Mio. Euro. Darin enthalten sind einmalige Sonderkosten in Höhe von insgesamt ca. 1,5 Mio. Euro. Im vierten Quartal 2008 beträgt der konsolidierte Umsatz 55,7 Mio. Euro (Q4 2007: 40,4 Mio. Euro). Das vorläufige operative Ergebnis (EBIT) stieg in diesem Zeitraum um 31 Prozent von 10,5 Mio. Euro (Q4 2007) auf 13,8 Mio. Euro, nach Berücksichtigung einmaliger Sonderkosten in Höhe von 0,5 Mio. Euro. (REUTERS)

Quelle: Heleba

(Redaktion)


 


 

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