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Biokraftstoffe

BP-Manager verteidigt Biosprit

(bo/ddp.djn). Der britische Öl-Multi BP sieht im Ausbau von Biokraftstoffen keine Gefahr für die globale Ernährungslage. «Meines Erachtens nach ist der Welthunger weniger auf den Biosprit zurückzuführen, sondern in erster Linie auf Politikversagen», sagte BP-Manager Philip New der «Berliner Zeitung» (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Global gesehen gebe es ausreichend Nahrungsmittel, um alle zu ernähren. «Sie kommen jedoch nicht bei den Bedürftigen an», kritisierte New.

«Das ist ein Riesenproblem, aber nicht eines, das maßgeblich durch Biosprit verursacht wird.» Schließlich seien in der letzten Zeit die Lebensmittelpreise erheblich gefallen, die Produktion von Biokraftstoffen aber stabil geblieben.

BP investiert New zufolge derzeit massiv in die Produktion von Biokraftstoffen - rund 500 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung und rund eine Milliarde US-Dollar in den Bau von Demonstrations- und kommerziell betriebenen Anlagen. Laut New wird der Anteil des Biosprits am Energiebedarf für den Straßenverkehr von derzeit etwa 3 Prozent bis 2030 auf 11 bis 19 Prozent steigen.

Damit einher gehe eine Ausweitung der für die Biospritproduktion benötigten Ackerfläche. Aktuell diene ein Prozent der globalen Ackerfläche diesem Zweck, im Jahr 2020 würden es nach UN-Schätzungen etwa vier Prozent sein, sagte New. Auf die Nahrungsmittelversorgung werde dies keine negativen Auswirkungen haben. Es gebe noch genug Flächen, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, sagte der BP-Manager.

(Redaktion)


 


 

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