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  • 11.05.2017, 09:29 Uhr
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Brexit

Die besten EU-Städte für Start-ups

Am 29. März wurde der Brexit offiziell eingeleitet. Die wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht abzusehen; auch Start-up-Gründer in Großbritannien und Europa stehen vor einigen Problemen, denn die Freizügigkeit innerhalb der EU ist bisher stets ein wichtiger Faktor für die Szene gewesen.

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Das englische Umzugsunternehmen Movinga hatte sich die Frage gestellt: Wohin würde es britische Start-ups verschlagen, wenn sie sich dazu entscheiden, nach den Brexit-Verhandlungen ihre Insel zu verlassen? Und wäre Deutschland dann überhaupt interessant als Standort für Start-up-Gründer von der Insel?

Berlin, der Start-up-Magnet

Tatsächlich kann Berlin in dem Ranking den ersten Platz belegen. Die Metropole vereint eine hohe Kapitalverfügbarkeit und gute Englischkenntnisse mit einer großen Anzahl an Co-Working-Spaces und einer auch sonst für Start-ups geeigneten Infrastruktur sowie vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten. Zudem ist man günstig und in unter zwei Stunden mit dem Flugzeug in London. Auf Platz zwei bei dieser Bewertung rankt Warschau: Hier ist die Einkommenssteuer zwar höher als in Berlin, doch es gibt eine hohe Anzahl an Co-Working-Spaces, und die Lebenshaltungskosten und Flüge sind ebenfalls günstig. Dazu kommen die "Lifestyle-Faktoren" wie niedrige Preise für Mittagessen, Bier und Mate. Weitere osteuropäische Städte wie Budapest und Bratislava können mit ähnlichen Werten punkten. Barcelona, Lissabon und Amsterdam befinden sich ebenfalls im Ranking unter den Top Ten, diese Großstädte sind aber mit höheren Kosten verbunden, die für Gründerinnen und Gründer eine große Rolle spielen können.

Dublin vor allem für Banker interessant

Anders sieht es bei Bankern aus, die sich nach dem Brexit ebenfalls nach neuen Standorten außerhalb Großbritanniens umsehen werden. Für sie spielen andere Faktoren eine Rolle: Movinga hat mit einem Augenzwinkern die Stadt gesucht, die eine hohe Dichte an Burberry-Läden und Sterne-Restaurants mit einer hohen Englischfreundlichkeit, guten Mietpreisen im oberen Preissegment und einer bequemen Fluganbindung nach London vereint. Hier taucht die deutsche Stadt Frankfurt am Main erst auf Platz 6 auf – angeführt wird die Liste von der irischen Hauptstadt Dublin.

Auf Platz 2 dieser Liste steht Amsterdam mit einer Entfernung von nur knapp über einer Stunde von der britischen Hauptstadt. Platz drei geht an einen möglicherweise überraschenden Kandidaten: Valletta, die Hauptstadt von Malta. Die ist zwar 200 Flugminuten von London entfernt und es gibt auch keine Lokale mit Michelin-Stern auf der Mittelmeer-Insel, doch wird hier neben der maltesischen Sprache überwiegend Englisch gesprochen. Des Weiteren werden Luxemburg und Brüssel als interessant für Banker eingestuft. Paris und Mailand sind zwar ebenfalls attraktiv, mit ihren hohen Mietpreisen liegen die Metropolen allerdings noch hinter Madrid und Hamburg.

(Redaktion)


 


 

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