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Buchmesse-Direktor erwartet Diskussion über Demokratie in China

(bo/ddp-hes). Nach dem Eklat auf einer vorbereitenden Tagung zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse erwartet Direktor Juergen Boos eine Auseinandersetzung über Demokratie in China, das in diesem Jahr Ehrengastland der Messe ist. «Die Frankfurter Buchmesse bietet zwar keine Belehrung in Demokratie, aber sie ist gelebte Demokratie», sagte Boos am Dienstag in Frankfurt am Main. Die größte Bücherschau der Welt wolle «eine Plattform schaffen für die verschiedensten, auch extremen Standpunkte und so den Dialog ermöglichen».

Bei einem Symposium zum Thema «China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit» am Wochenende hatte die offizielle chinesische Delegation den Raum verlassen, als die regimekritischen Autoren Dai Qing und Bei Ling das Wort erteilt bekamen. Die beiden waren zuvor auf Druck der chinesischen Seite von der Tagung ausgeladen und auf öffentlichen Druck hin wieder eingeladen worden.

 Boos sagte dazu am Dienstag: «Das Symposium war ein Testlauf und hat gezeigt: Der Diskussionsbedarf zum Thema China ist enorm. Die Buchmesse hat mit dem Ehrengast China eine Gratwanderung vor sich, die Standhaftigkeit erfordert.»

Boos verwies auf etliche Autoren aus dem Exil und von chinesischen Minderheiten, die bei der Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober öffentlich auftreten sollen, darunter der in Paris lebende Nobelpreisträger Gao Xingjian und der uigurische PEN-Präsident Abdulrusul ÖzHun. «Kompromisse zulasten der Meinungsfreiheit gibt es mit der Frankfurter Buchmesse nicht», sagte Boos.

(Redaktion)


 


 

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