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Frankfurter Büroflächenmarkt

Frankfurter Büroflächenmarkt startet in die zweite Jahreshälfte

Die Spitzenmiete bleibt stabil, die Leerstandsrate nimmt dagegen sogar ab. Im ersten Halbjahr 2011 wurden auf dem Frankfurter Büroflächenmarkt (inklusive Eschborn und Kaiserlei) rund 240.000 m² angemietet (+4 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2010).

 "Ein beachtlicher Wert vor dem Hintergrund, dass im Vorjahr der in Bau gegangene neue Hauptsitz der Europäischen Zentralbank ( EZB ) mit einer Fläche von 104.000 m² das Ergebnis deutlich positiv verzerrte", kommentiert Dennis Stern, Leiter der Frankfurter Bürovermietungsabteilung von Cushman & Wakefield (C&W), internationales Immobilienberatungsunternehmen. Ein Blick auf die letzte Dekade unterstreicht das insgesamt gute Resultat: Der diesjährige Wert für das erste Halbjahr liegt rund 12 % über dem Zehnjahresdurchschnitt (213.400 m²) und wurde auch nur in den Jahren 2001, 2005 und 2008 übertroffen.

Nach C&W hat sich das Marktgeschehen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere im mittleren Größensegment belebt. „Im ersten Halbjahr 2010 haben wir in der Größenklasse zwischen 3.000 m² und 5.000 m² nur zwei Vertragsabschlüsse über insgesamt 6.000 m² registrieren können. Dieses Jahr waren es neun Mietverträge über insgesamt 35.600 m². Damit ist der Marktanteil von 3 % auf 15 % gestiegen“, erläutert Stern. „Ein Blick auf die großen Verträge zeigt: Der Marktanteil der Verträge mit einer Mietfläche über 10.0000 m² liegt aktuell bei 24 %. Dazu hat u. a. die Anmietung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) mit rund 24.000 m² beigetragen. Insgesamt wurden drei Verträge in diesem Größensegment registriert.“ Weiterhin lebhaft ist die Anmietungstätigkeit im Segment zwischen 1.000 m² und 3.000 m² - wie traditionell auch im kleinflächigen Segment unter 1.000 m².

Die Leerstandsrate ist erstmals seit dem dritten Quartal wieder gesunken und wird aktuell bei 14,2 % registriert (1. Quartal: 14,7 %). Während sich das Leerstandsvolumen Ende März auf rund 1,77 Mio. m² belief, stehen Ende Juni nur noch rund 1,70 Mio. m² kurzfristig zur Verfügung. Zu dieser umfangreichen Leerstandsreduktion tragen neben einer leicht steigenden Netto-Absorption in erster Linie die Revitalisierungs- und Umnutzungsaktivitäten im Frankfurter Markt bei. So wurden im zweiten Quartal u. a. großflächige leer stehende Objekte für Revitalisierungsmaßnahmen vom Markt genommen; Beispiele sind das das Triton und Poseidon-Haus. Andere Objekte sollen einer neuen Nutzung wie etwa Studentenwohnungen zugeführt werden (Beispiel Adalbertstraße 44 - 48).

In Frankfurt beläuft sich der Büroflächenbestand aktuell auf rund 11,96 Mio. m². Im ersten Halbjahr wurden rund 94.200 m² fertig gestellt. Inklusive der neuen EZB-Zentrale und verschiedener Sanierungen wie der des Silver Towers befinden sich 316.200 m² im Bau.

Zur Jahreshälfte ist die Spitzenmiete weiterhin stabil bei EUR 35,00 pro m²/Monat. Die Mietpreisentwicklung ist auch im Frühsommer von großer Konstanz geprägt: Der Umfang der gewährten Incentive-Pakete wie auch die Mietniveaus in den peripheren Lagen sind aktuell wenig volatil.

(Cushman & Wakefield LLP)


 


 

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