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  • 26.11.2008, 09:45 Uhr
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Kein Ende der Finanzkrise

Bundesbankpräsident sieht Spielraum für weitere Zinssenkungen

(bo/ddp.djn). Bundesbankpräsident Axel Weber sieht kein Ende der Finanzkrise, solange nicht der Preisverfall für US-Immobilien zum Ende kommt. Das erwarte er aber erst für Ende 2009, sagte Weber dem «Handelsblatt» (Mittwochausgabe). Den Tiefpunkt der konjunkturellen Entwicklung sieht der Bundesbankpräsident im kommenden Jahr, wobei die erste Jahreshälfte 2009 noch mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden sein könnte.

Nach Ansicht Webers gibt es im Euro-Raum «Spielraum für weitere
Zinssenkungen». Zu der Erwartung an den Märkten, dass der
Euro-Leitzins bis Mitte 2009 auf 2,5 Prozent sinken wird, sagte er:
«Die Richtung, die wir eingeschlagen haben, ist an den Märkten
richtig erfasst worden.»

Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur, die die Bundesbank in der
Vergangenheit immer strikt abgelehnt hat, steht der
Bundesbankpräsident nicht grundsätzlich abgeneigt gegenüber. «Wichtig
ist die richtige Wahl der Maßnahmen der Finanzpolitik», sagte er. Sie
müssten zeitnah, zielgenau und zeitlich begrenzt sein. Es sei
durchaus möglich wie in den USA, Steuergutschriften als
Pro-Kopf-Transfers zu verteilen.

Weber hält es für richtig, dass die Banken, denen der
Finanzmarktstabilisierungsfonds helfen soll, über einen ausreichenden
Kapital- und Risikopuffer verfügen. Ein Polster von acht Prozent sei
sinnvoll. Er warnt allerdings davor, alle Banken über einen Kamm zu
scheren. Die Eigenkapitalanforderungen müssten nach den
Geschäftsmodellen und -feldern der Institute ausgerichtet sein.

(Redaktion)


 


 

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